Zwei Kölner, die zum Campen nach Düsseldorf kommen
Im vergangenen Jahr verbuchte die Stadt Düsseldorf einen neuen Rekord: 5,67 Millionen Übernachtungen, das sind 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Den Gästen stehen ein paar Hundert Hotels und Pensionen zur Verfügung. Doch wie sieht es eigentlich mit dem Campen aus? Schnell mal nachgefragt bei einem Ehepaar mit besonderer Sicht auf das Thema: Lange waren die zwei in Düsseldorf zuhause, heute wohnen sie in Köln.
Ein Freitagvormittag im Juni, 10 Uhr. Schon jetzt ist es brütend heiß auf dem „City-Campingplatz”, dem kleinen Campingplatz in Lörick, am Rhein gelegen und von einem hohen Maschendrahtzaun umgeben. Eine Wiese in der Mitte, am Rand ein paar Bäume, die Schatten spenden. Nicht viel los an diesem Tag, höchstens ein Dutzend Gäste.
Schlafen wie die Murmeltiere
Hasso Wolf, 66, und seine Frau Marita, 64, haben ihr Quartier mitten auf dem – im grellen Sonnenlicht liegenden – Grün aufgebaut. Kein Zentimeter Schatten. Das war nicht die Lage ihrer Wahl, erzählen sie unumwunden, aber die Lage, die die Platzchefin anordnete. Ihr Quartier besteht aus einem Suzuki Jimny, also einem kleinen Jeep, plus Wohnwagen. Einem, genauer gesagt, sehr kleinen Wohnwagen. Im Grunde ist es ein reiner Schlafwagen: ein Gehäuse um eine 1,50 Meter breite Matratze herum.
„Wir schlafen darin wie die Murmeltiere”, schwärmt Marita Wolf. Zu beiden Seiten gibt es eine Tür, sodass man nicht übereinander klettern muss. Am Heck eine Klappe, unter der sich Waschbecken, Steckdose und Arbeitsfläche zum Kochen befinden. Jeder Quadratzentimeter ist effizient genutzt. In Düsseldorf campen, wenn man in der Stadt mit K zuhause ist – auf die Idee muss man kommen. Es ist das erste Mal, dass die beiden in der Stadt mit D ihr mobiles Heim parken.
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