Radwege für die Kö: Luegallee ist ein prima Vorbild
Die Kö braucht Radwege, und zwar eindeutig zugeordnete und markierte. Darin besteht Einigkeit. Doch die von der Stadt vorgelegten Pläne stoßen bei der Interessengemeinschaft der Kö-Anlieger (kurz IG Kö) auf Widerstand. Man akzeptiere den Wegfall von Parkplätzen und sei nicht grundsätzlich gegen Räder auf der Kö, heißt es. Doch die vorgeschlagene Bauart berge erhebliche Risiken. Bisher fiel diese Gruppe vor allem auf mit ihrem verbissenen Kampf für Autos auf der Kö. Ihre Stellungnahme für die Lösung des Problems Radwege zeugt von gedanklicher Weiterentwicklung. Die dort vorgetragenen Argumente für eine Veränderung der Pläne sind jedenfalls bedenkenswert.
So ist die Situation für Radfahrer heute
Natürlich sind auf der Königsallee Menschen mit dem Fahrrad unterwegs, und zwar in der Mitte des Boulevards auf einem mehrere Meter breiten, mit rotem Schotter belegten Streifen zwischen Straße und Wassergraben. Wer dort jemals lang fuhr oder ging, weiß: Das ist weder Rad- noch Fußgängerweg, sondern man hat sich den Platz friedlich zu teilen, und zwar in beide Richtungen. Theoretisch. In Wahrheit kommt es dauernd zu Konflikten, Beinaheunfällen und gegenseitigen Beschimpfungen. Weil sie das dringend ändern will, hat die Stadt bereits vor mehreren Jahren einen Beschluss gefasst, das zu ändern.
Ist die Grundlage des Beschlusses noch aktuell?
Ein offenbar übersehenes Problem dieses Beschlusses: Er wurde vor mehreren Jahren gefällt. In der seitdem vergangenen Zeit ist jedoch, auch wegen Corona, nicht nur die Zahl der Fahrräder stark gestiegen, sondern die Technik ist eine völlig andere: E-Bikes und andere Zweiräder mit Antrieb sind mit einem viel höheren Tempo auf der Piste, was die steigende Zahl der schweren Unfälle belegt. Im Grunde müsste die Planung diesen veränderten Rahmenbedingungen angepasst werden.
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
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