Welche Großprojekte noch gehen, welche müssen und welche gehen müssen
Früher hätte Düsseldorf nicht mitgemacht. Bei einer Aktion zu Finanzproblemen von Städten und Gemeinden wären ausschließlich Kommunen dabei gewesen, die einen Strukturwandel erleben und abgehängt wurden. Bei der Aktion, zu der Städtetag, Städte- und Gemeindebund und Landkreistag für den 22. Juni aufgerufen hatten, war Düsseldorf nicht mehr nur solidarischer Zuschauer, sondern aktiver Teilnehmer.
Es hat sich offensichtlich etwas verändert. Kommunen ohne Haushaltsprobleme sind die absolute Ausnahme. Düsseldorf ist keine mehr davon. Die Schulden der Stadt steuern bis Jahresende auf die Grenze von zwei Milliarden Euro zu. Im Rathaus fürchtet man die Haushaltssicherung, also Sparvorgaben von der nächsthöheren Ebene (Bezirksregierung). Um das zu verhindern, streicht und schiebt man im Moment alles, was nicht unbedingt sein muss.
Das Aus für den Neubau der Oper zeigt dabei, dass auch Lieblingsprojekte nicht mehr unantastbar sind. Im Umkehrschluss scheint nichts mehr sicher zu sein. Wie es um welches große Vorhaben steht, erörtere ich in der folgenden Analyse.
Technisches Rathaus
Die Ämter, die sich mit Verkehr oder Wohnungen beschäftigen, sitzen heute vor allem an der Brinckmannstraße in Bilk. Schon der Blick auf die Rollos reicht, um zu erkennen, dass die Gebäude aus einem anderen Jahrzehnt in einem anderen Jahrhundert stammen. Dort werden die Beschäftigten der Stadt nicht mehr lange sinnvoll arbeiten können.
Deshalb entwickelt man schon länger Pläne, um ein neues Verwaltungsgebäude für die technischen Aufgaben zu bauen. Es soll an der Moskauer Straße in Oberbilk entstehen. Oder besser sollte. Als die Haushaltsnöte größer wurden, entschied die schwarz-grüne Mehrheit im Stadtrat, alle Optionen des Projekts noch einmal prüfen zu lassen. Die Möglichkeiten:
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
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