So läuft das mit dieser Abnehmspritze
Wie war meine Ausgangslage?
1,85 Meter groß, zuletzt schwankte mein Gewicht zwischen 100 und 105 Kilogramm. Ganz klar: Ich bin zu klein für diese Menge. Es gab allerdings Zeiten, da waren noch ein paar Kilo mehr drauf. Bilder aus dieser Phase sehe ich mit Grausen. Sich an die Diagnose Adipositas zu gewöhnen, ist bitter – von einem Body-Mass-Index jenseits der Zahl 30 und der Erkenntnis, zu dick zu sein, ganz zu schweigen. Wie furchtbar, dieses Wort: dick.
Aber ich war auch schon mal länger zwischen akzeptablen 94 und 96 Kilo, meist nach einer gerade populären Diät. Metabolic balance, 16/8 – alles probiert. Sogar mit Erfolg, teilweise für ein, zwei Jahre. Und dann ging es wieder schleichend nach oben: der berühmte Jojo-Effekt. Mehrere Jeans, Jacken und Hemden aus leichteren Lebensabschnitten hängen im Schrank und warten auf ihren erneuten Einsatz. Textile Mahnmale, sozusagen. Über den Witz, Kalorien seien die bösen Kobolde, die Klamotten im Schrank einlaufen lassen, kann ich nur gequält grinsen. Den habe ich zu oft gehört.
In meinem Umfeld erlebe ich ähnliche Probleme zuhauf. Ein Bekannter hat aufgegeben und sagt „Dann ist das eben so“. Kann man machen, das Leben wird leichter, aber leider nicht gewichtsmäßig. Ein anderer, weitaus fülliger als ich, entschied sich anders. Er ließ sich, beraten von seinem Arzt, eine so genannte Abnehmspritze verabreichen und verlor Kilos im zweistelligen Bereich. Was unter anderem zur Folge hatte, dass er sich komplett neu einkleiden muss. Das zu sehen, hat mich nachdenklich gemacht. Zumal er völlig euphorisch schien.
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
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