Sechs Gründe, warum das Opern-Aus die richtige Entscheidung ist

Oberbürgermeister Stephan Keller hat bekanntgegeben, dass Düsseldorf kein neues Opernhaus bauen wird. Die Stadt wird stattdessen versuchen, das bisherige Gebäude zu erhalten. In meiner Analyse erörtere ich, was für diesen Schritt spricht.
Veröffentlicht am 5. Juni 2026
Deutsche Oper am Rhein in DŸsseldorf
"Auf bald" steht auf diesem Schild am Opernhaus an der Heinrich-Heine-Allee. Ab sofort passt dieser Ausspruch wieder zum Standort.

Am Wehrhahn in Düsseldorf wird etwas Neues entstehen, aber kein Opernhaus. Das hat der Oberbürgermeister am 5. Juni in einer kurzfristig angesetzten Pressekonferenz erklärt. Angesichts der Krise im städtischen Haushalt könne man die große Investition nicht verantworten, sagte Stephan Keller. Da zugleich das Grundstück, das der Stadt gehört, nicht brachliegen soll, werde man nun prüfen, was am Wehrhahn stattdessen entstehen kann. Für einen Opern-Neubau steht die Fläche folglich nicht mehr zur Verfügung.

Zugleich bekannte sich der Rathaus-Chef zum Opern-Standort. Man werde sich darum kümmern, das jetzige Gebäude an der Heinrich-Heine-Allee so lange wie möglich als Spielstätte zu bewahren. Das hätte die Stadt ohnehin bis zur Eröffnung des neuen Hauses tun müssen, also bis zur Mitte der 2030er Jahre. Nun werden die damit verbundenen Schritte und Investitionen mit neuer Perspektive betrachtet. Wie lange ein Betrieb an der Heine-Allee über 2035 hinaus noch möglich ist, beantwortete der Oberbürgermeister ausweichend.

Stephan Keller hatte sich seit seinem Amtsantritt eng mit dem Projekt Opern-Neubau verbunden. Entsprechend schwer sei ihm die Entscheidung gefallen, sagt er. Aus meiner Sicht erscheint sie dennoch richtig. Dafür sprechen die folgenden Punkte:

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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