Düsseldorf spart bei den Dienstwagen der Rathaus-Spitze

Wem kraft seines Amtes ein Auto zusteht, genießt Vorteile: kein Stress durch Verkehr und Parkplatzsuche, in Ruhe unterwegs telefonieren oder arbeiten. Soweit das Angenehme. Aber es gehört auch etwas anderes dazu: Neid! Der dürfte sich nun reduzieren, denn die Stadt setzt den Rotstift an.
Von Hans Onkelbach (Text)
und Andreas Endermann (Foto)
Veröffentlicht am 5. Juni 2026
Dienstwagen Stadt Düsseldorf im Innenhof des Rathauses

Foto: Andreas Endermann
Die Riege der Dienstwagen im Innenhof des Rathauses.

Es geht nicht um eine spektakuläre Summe, aber um ein klares Zeichen, darum, weniger ausgeben zu wollen. Und zwar dort, wo bisweilen unterstellt wird, bei ohnehin schon Privilegierten würden Ausnahmen gemacht. Im Visier sind die Dienstwagen der städtischen Dezernenten, des Oberbürgermeisters und der Bürgermeister. Die werden nicht etwa abgeschafft, aber man hat zwei andere Wege gefunden, die Kosten zu senken: durch die Kündigung einer Vereinbarung mit den Fahrern der Dienstfahrzeuge und durch einen kleineren Fuhrpark.

Zum ersten Punkt hat die Stadt auf unsere Anfrage mitgeteilt, dass „im Zuge der Haushaltskonsolidierung“ der bisherige Haustarifvertrag für Fahrerinnen und Fahrer gekündigt worden sei. Für die derzeit Beschäftigten gelte Bestandsschutz, die neue Regelung wirke sich daher ausschließlich auf künftig eingestellte Mitarbeiter aus. „Da aufgrund des aktuell geltenden Einstellungsstopps derzeit keine Neueinstellungen erfolgen, ergeben sich hieraus keine unmittelbaren personellen Auswirkungen“, heißt es in der Antwort weiter.

Mit anderen Worten: Wenn die Stadt wieder einstellt, verdienen die künftigen Fahrer weniger Geld. Ob es tatsächlich funktioniert, freiwerdende Stellen nicht zu besetzen, ist fraglich. Denn die Dienstwagen-Nutzer müssen ja mobil bleiben. Genau da setzt der zweite Teil des Spar-Plans an. Man schaut offenbar genauer auf die Versorgung der Top-Beamten. Das könnte bedeuten, dass man künftig weniger Fahrer braucht.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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