Kein Tesla – OB Stephan Keller muss Mercedes fahren
Der Rathaus-Chef sollte das amerikanische E-Auto eigentlich bald als Dienstwagen bekommen. Er wollte ein umweltorientiertes Signal geben. Nun jedoch kommt der Rückzieher: Tesla kann nicht liefern – und daher wird ein vollelektrischer Mercedes bestellt.

Bereits kurz nach seinem Amtsantritt hatte der damals neue Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) erklärt, er wolle auch bei seinem Dienstwagen klarmachen, wie sehr ihm Umweltthemen am Herzen liegen. Ein voll elektrisches Auto sollte es sein, und weil Tesla damals mit seinem Spitzenmodell die größte Reichweite bot, entschied man sich für diesen Wagen des US-Unternehmens. Als Liefertermin wurde das Frühjahr 2021 genannt. Dieses Datum konnte Tesla jedoch nicht halten und kündigte an, im September werde der flotte E-Wagen vor dem Rathaus stehen. Nun jedoch ging im Amt für zentrale Dienste der Stadt (wo die gesamte Fahrzeugflotte verwaltet wird) die Nachricht ein, die Firma werde erst Anfang 2022 einen neuen Liefertermin nennen können. Damit ist das Thema Tesla im Rathaus erledigt, erwartet man in der Verwaltung und rechnet damit, dass der Auftrag – juristisch übrigens problemlos – storniert wird. Zumal das Argument, der Tesla habe die größte Reichweite, nicht mehr zieht: Mercedes bietet inzwischen ebenfalls rein elektrisch betriebene Modelle mit vergleichbarer Reichweite an.
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