Aufstieg und Fall des Baulöwen

Hans Onkelbach und Christian Herrendorf machen etwas, das sie bei "Kohle, Knast und Kaviar" noch nie getan haben: Sie sprechen über einen Fall, der noch nicht abgeschlossen ist. Es geht um den Unternehmer Uwe Reppegather.
Von viernull
Veröffentlicht am 15. Juni 2026
Stimmendoppelgänger Stephan Keller und Olaf Wilhelmer

Es gibt Geschichten, deren Dimension sich erst erschließt, wenn man sie sich konzentriert anschaut, also den gesamten Ablauf quasi im Zeitraffer aufnimmt. Die Story von Uwe Reppegather ist dafür ein gutes Beispiel. Das fängt schon bei der Frage an, wie man den Mann überhaupt bezeichnen soll. Kaufmann, Immobilien-Entwickler, Bauherr – er ist von allem etwas. Vor allem ist er in der Branche bekannt. Manche würden sagen: berühmt-berüchtigt. Das hängt mit der enormen Dynamik zusammen, mit der er in den vergangenen Jahren an den Immobilien-Standorten des gesamten Landes unterwegs war. Top-Lagen waren seine Spezialität, weil dort am meisten Geld zu verdienen war.

In Düsseldorf war er beim Kö-Bogen II dabei. Und an der Königsallee sollte ein Projekt folgen, das er als „Calatrava-Boulevard“ seinen Kunden und dem Publikum präsentiert hatte. Benannt nach dem spanischen Architekten Santiago Calatrava sollte ein Shopping-Tempel der Superlative entstehen. Doch so weit kam es nicht. Reppegathers Firme Centrum ging in Teilen und er privat komplett pleite.

Aber wie durch ein Wunder hieß es wenige Monate später, Reppegather habe sich finanziell wieder berappelt und visiere neue Pläne an. Doch es könnte nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein. Jedenfalls wurde er im März in seinem Haus auf Ibiza festgenommen und musste in Deutschland in Untersuchungshaft. In einer gigantischen, sorgfältig orchestrierten Razzia hatten die Behörden etliche seiner Büros durchsucht und reichlich Material beschlagnahmt.

Reppegather sitzt seitdem im Düsseldorfer Knast, die Ermittlungen laufen. Dass Fiskus und Staatsanwaltschaft eine solche Aktion ohne ausreichende Indizien lostreten, ist unwahrscheinlich. Also läuft alles auf einen Prozess hinaus, der irgendwann in Zukunft vor dem Landgericht Düsseldorf eröffnet werden würde.

In der neuen Podcast-Episode erzählen wir die Story so weit, wie sie sich bis heute entwickelt hat. Zu Ende, da sind wir sicher, ist sie noch lange nicht.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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