AfD Düsseldorf: Die Revanche der besonders Rechten

Die Partei ist in Düsseldorf und NRW gespalten. Die beiden Lager machen sich abwechselnd die Kandidatenplätze für die Landtagswahl streitig. Parteichef Elmar Salinger und seine Mitstreiter haben nun den jüngsten Treffer gelandet.
Veröffentlicht am 14. September 2026
AfD-Ratsfraktion im Düsseldorfer Stadtrat
Vertreter der beiden AfD-Lager im Düsseldorfer Stadtrat: Claus Henning Gahr (links) hat sich den gemäßigter Auftretenden angenähert und eine brauchbaren Listenplatz für die Landtagswahl 2027 gesichert. Jeremy Franosch, Andreas Winter und Elmar Salinger (von links) wollen über Direktkandidaturen in den Landtag einziehen.

Als Mitglied des NRW-Landtags bekommt man Bezüge von rund 11.600 Euro pro Monat. Als einfaches Mitglied des Stadtrats bekommt man eine Summe dieser Größenordnung im Jahr. Als Fraktionsvorsitzender bringt man es in zwölf Monaten auf um die 20.000 Euro. Wenn man Politik finanziell betrachtet, macht es also einen großen Unterschied, ob man in der Kommunal- oder in der Landespolitik arbeitet.

Das ist eine Erklärung, warum Protagonisten der Düsseldorfer AfD so heftig um die Kandidaten-Plätze für die Landtagswahl im April 2027 ringen. Die anderen Gründe sind ideologischer und persönlicher Natur. Die Konsequenzen dessen beschreibe ich in den folgenden Fragen und Antworten.

Was sind die beiden Lager?
Der Konflikt ist in den vergangenen Jahren in der Partei kontinuierlich gewachsen. Ausgangspunkt ist der Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich. Der positionierte sich mit seinen Äußerungen und Forderungen so extrem weit rechts, dass die AfD ihn zunächst weitgehend kaltstellte.

Helferich sammelte aber zunehmend Anhänger um sich: Menschen, die seine völkischen Gedanken teilen, die aus extremen Splittergruppen und Organisationen stammen, für die Remigration schon zu den Kuschel-Vokabeln zählt. Damit wurde er stark genug, um ein Comeback zu probieren – zumal er auf Bundesebene eine mächtige Verbündete hat. Das Helferich-Lager steht dort auf der Seite von Co-Parteichefin Alice Weidel.

Die Gegenposition innerhalb der NRW-AfD bildet der Landesvorsitzende Martin Vincentz. Er tritt gemäßigt auf und bemüht sich um ein bürgerliches Erscheinungsbild. Helferich und seine Anhänger passen nicht dazu, deshalb hat Vincentz sich früh und intensiv darum gekümmert, ihn möglichst weit aufs Abstellgleis zu befördern.

Wie verhält sich die Düsseldorfer AfD in diesem Streit?

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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