Jonges-Haus in der Altstadt: Abreißen, sanieren, verkaufen?

Das Gebäude ist marode und muss modernisiert werden. Allein der Brandschutz würde teuer. Weil man die Kosten fürchtet, gibt es Widerstände gegen die Pläne.
Von Hans Onkelbach (Text)
und Andreas Endermann (Foto)
Veröffentlicht am 11. September 2026
Geschäftsstelle Düsseldorfer Jonges, Mertensgasse Foto: Andreas Endermann
Das Jonges-Haus an der Mertensgasse in der Altstadt. Keine Augenweide, innen und außen dringend sanierungsbedürftig.

Der Heimatverein Düsseldorfer Jonges steht vor einem Problem, das viele aus dem Privatleben kennen: Das Zuhause ist in die Jahre gekommen und muss dringend erneuert werden. Eine grundlegende Sanierung steht an, etliche Alternativen sind denkbar.

Der Zustand heute
Zurzeit gehört den Jonges das Altstadt-Haus Mertensgasse 1. Es ist Geschäftsstelle, Archiv und Heimatadresse des Vereins. Gekauft wurde es in den späten 1980er Jahre für 450.000 D-Mark. Drinnen ist es so, wie es von außen aussieht: potthässlich, klein und nicht mehr zeitgemäß. Die nutzbare Fläche wird auf rund 160 Quadratmeter geschätzt, ein großer Teil davon ist Treppenhaus, denn trotz der winzigen Optik hat das Haus fünf Ebenen.

Ich war selbst mehrfach dort und habe mich immer über die Enge gewundert, mochte aber auch den Charme früherer Jahre der verwinkelten Stiegen. Mehrmals hatte ich das Gefühl, den Kopf einziehen zu müssen.

Auf jeden Fall ist heute mehr denn je klar: Das Haus entspricht nicht mehr den Ansprüchen von zumutbarer Arbeitsumwelt, hat für Besucher zwar einen folkloristischen Reiz, vermittelt aber ein Bild der Jonges, das diese gern hinter sich lassen würden. Obwohl sie nach wie vor keine Frauen aufnehmen, sehen sich sie sich als offener, toleranter Teil der Düsseldorfer Stadtgesellschaft, wollen mitreden bei wichtigen Entscheidungen und möchten auf keinen Fall als ewig-gestrig wahrgenommen werden. Das soll sich auch an ihrer Haupt-Adresse widerspiegeln.

Die Planung
Bei der jüngsten außerordentlichen Mitgliederversammlung ist man in der Diskussion einen wichtigen Schritt weitergekommen. Zwar besteht bei weitem keine Einigkeit, was passieren soll, aber immerhin hat man sich darauf verständigt, Geld für eine Planung bereitzustellen. So kann man ermitteln, was geht, wie es geht und was es kostet. Allein für diese erste Konzeptionierung will man 90.000 Euro ausgeben.

Was machbar wäre
Im stets höchst streitbaren Herren-Club gibt es verschiedene Ansichten, was machbar, sinnvoll und bezahlbar wäre:

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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