Gastrotipp: Koreanische Coolness in Stadtmitte
Wann immer es in einer koreanischen Serie gemütlich, persönlich oder lässig wird, gehen die Figuren in eine Bar, essen Hühnchen und trinken Bier. Als Zuschauer in Düsseldorf hat man das lange mit einem gewissen Grundneid gucken müssen – bis die Sojubar an der Ecke von Friedrich-Ebert- und Charlottenstraße eröffnete. Jetzt ist man nur noch neidisch auf diejenigen, die reserviert haben oder weiter vorne in der Schlange stehen.
Korean Fried Chicken war ursprünglich ein altmodisches Street-Food-Gericht für kleine Budgets. Die Gründer der Sojubar haben dem Gericht eine Frischzellenkur und einen neuen Kontext verpasst. Bei ihnen werden die Gerichte deutlich stylisher präsentiert und serviert. Ihre Läden sind bunt und schummrig, HipHop der gängige Soundtrack. In den Niederlanden und Belgien gibt es schon ein Dutzend Sojubars, weitere Adressen findet man in der Türkei und Mazedonien sowie in NRW.
Die Atmosphäre
An keiner anderen Stelle isst Düsseldorf so international wie in den Straßen zwischen Hauptbahnhof und Berliner Allee. Und damit meine ich noch deutlich mehr die Gäste als die Küchen. Die Sojubar bestätigt diese These umgehend. Man hört deutlich mehr Englisch als Deutsch, dazu Spanisch und verschiedene asiatische Sprachen – und das vor allen von Menschen, die in Düsseldorf zu arbeiten und zu leben scheinen.
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
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