Der ganz große Überblick über die asiatische Popkultur
Der Ort könnte nicht besser gewählt sein. Düsseldorf hat eine der größten japanischen Communities in Europa, Menschen kommen extra aus anderen Städten, um in Little Tokyo zu essen oder mit dem Japan-Tag ein Highlight des Jahres zu erleben. Und jetzt ist die japanische Popkultur ein Schwerpunkt in der neuen Ausstellung im NRW-Forum, in der zugleich China, Hongkong, Südkorea und Taiwan wichtige Rollen spielen. „Asia Pop“ bietet einen Überblick über den Einfluss eines weltweiten Massenphänomens auf ganz unterschiedliche Lebensbereiche.
Den kulturellen Austausch mit Ostasien gibt es schon lange, aber dieser Austausch hat in jüngster Zeit eine völlig neue Dimension erreicht: Social Media und Streaming-Plattformen haben insbesondere die Musikbranche sowie die Film- und Serienwelt verändert. Vor einigen Jahren wurde K-Pop noch als Nischenkultur abgestempelt. Da hätte man sich nicht vorstellen können, dass 2026 die südkoreanische Band BTS im Fußball-WM-Finale auftritt. Mittlerweile kann man sehr gut feststellen, wie sich der Blick vom Trendsetter Hollywood nach Ostasien verschoben hat. Und die Welle wächst weiter.
So wie Düsseldorf die richtige Stadt für die Ausstellung ist, so ist das NRW-Forum hier der richtige Raum. Es wird oft als eine weitere Kunsthalle gesehen, doch die neue Schau ist ein weiteres deutliches Zeichen, dass dieser Teil des Ehrenhofs vor allem eine Popkultur-Plattform sein will.
„Asia Pop“ ist breit gefächert. Musik, Mode, Kosmetik, Gaming und Essen sind ihre Themen – und das sowohl aus unterhaltsamer als auch kritischer Perspektive. Begrüßt wird man zunächst von einem Aufsteller, der die große Welle vor Kanagawa von Katsushika Hokusai zeigt. Sie ist im Shop auch auf viele andere Weise zu finden: als Lego, auf einem Regenschirm, auf einer Trinkflasche. Kommerzialisierung ist also schon vor Beginn der Ausstellung ein Thema – und bleibt es.
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