Garath im Mittelpunkt der Football-Welt

Kaum eine zweite europäische Stadt bemüht sich so um ein Stück vom Ruhm des größten US-Sports. Eine Weltmeisterschaft soll an diesem Wochenende für den nächsten Schritt dorthin sorgen.
Veröffentlicht am 14. August 2026
Flag-Football-WM im Düsseldorf Garath
Szene aus dem Spiel Deutschland gegen Mexiko: Fabian Achenbach jubelt vor der Tribüne. Foto: Imago

Ein Donnerstagmorgen in Düsseldorf-Garath. Fünf Mexikanerinnen und fünf Deutsche stehen auf einem Stück Rasen. Sie tragen Trikots, passende Hosen und zwei bunte Bänder an ihrer Hüfte. Auf der einen Längsseite ihres Spielfeldes ist eine große provisorische Tribüne aufgebaut, auf der anderen zeigen zwei Leinwände Ergebnis und Live-Geschehen an. Als der erste lange Pass der Deutschen sein Ziel erreicht, springt ein Teil der Zuschauer:innen auf, ein anderer stimmt „Mexico“-Sprechchöre an. Kurz darauf tönt „Major Tom“ aus den Lautsprechern. Touchdown. 6:0 für Deutschland.

Die Bezirkssportanlage in Garath ist in diesen Tagen Schauplatz einer Weltmeisterschaft. Noch bis zum Sonntag treffen hier die jeweils besten 16 Flag-Football-Nationalmannschaft bei Männern und Frauen aufeinander. Bis zu 19.000 Zuschauer:innen werden insgesamt erwartet. Es ist das bislang größte Ereignis einer, zumindest in Europa, Nischensportart. Denn 2028 wird Flag Football in Los Angeles erstmals olympisch sein – und diese WM dient als erste Qualifikation dafür. Dass dieses Ereignis hier stattfindet, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer langen Strategie. Düsseldorf ist einer der wichtigsten Football-Standorte und das vielleicht größte Versuchslabor Europas.

„Ich glaube, es war sehr schlau, die WM hierhin zu holen. Ich erhoffe mir, dass dadurch mehr mögliche Sponsoren auf den Sport aufmerksam werden“, sagt Pia Schwarz. Die 31jährige Düsseldorferin gehört zu den besten Flag-Football-Spielerinnen des Landes. Am liebsten hätte auch sie an diesem Morgen gegen Mexiko auf dem Rasen gestanden. Doch die Trainer entschieden sich gegen sie. Ihre Vorfreude auf dieses Wochenende hat das nur zeitweise getrübt. „Die Wehmut-Phase habe ich schon durch. Dadurch bin ich jetzt voller Vorfreude und versuche einfach, das Team zu unterstützen.“

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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