Olympia: München gewinnt, weil NRW stark, aber eben nicht sexy ist
Es gibt in Geschichten einen einfachen Trick, um Spannung zu erzeugen. Man verschiebt die Entscheidung und erzählt stattdessen von anderen Dingen. Germanisten nennen das retardierendes Moment. Ein einstündiges retardierendes Moment hat die ARD am Samstagmittag aus Baden-Baden gesendet. Medaillengewinner, der Bundespräsident, der Bundespräsident der Herzen (Jürgen Klopp) und zwei Ministerpräsidenten durften reden, bevor bekanntgegeben wurde, wer der deutsche Kandidat für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 wird.
Die außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) hat 91:50 und damit klar für München gestimmt. NRW guckt in die Röhre. Angeblich nur knapp geschlagen, heißt es. Was eine höfliche Umschreibung ist. In Wahrheit gab es keine Chance, die Spiele ins Herz der Republik zu holen. Wieso der Münchener Erfolg absehbar war? Hier meine Einschätzung:
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
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