Flusskreuzfahrten: In Düsseldorf ist Endstation
Zuletzt lagen zwei der typischen flachen Schiffe unterhalb des Altstadtufers an den Stegen. Die Zugänge für die Passagiere gehen derzeit so steil nach unten wie noch nie: Der Rhein hatte am 10. August in Höhe Düsseldorf einen Pegel von 16 Zentimetern. Wer an Bord will oder das Schiff verlassen, muss gut zu Fuß sein, um den steilen Zugang zu passieren. Nicht leicht für die meist schon etwas ältere Klientel dieser Angebote.
Die sind derzeit extrem eingeschränkt. Viele Routen auf dem Rhein sind nicht machbar. Weil selbst die Schiffe mit wenig Tiefgang nicht mehr genug Wasser unterm Kiel haben, liegen sie fest vertäut und warten auf das, auf das alle warten: Regen. Der müsste jedoch vor allem im Süden, aus dem der Rhein das meiste Wasser bekommt, über viele Tage sehr ergiebig fallen. Das ist jedoch, so die Meteorologen, in den nächsten zwei Wochen nicht zu erwarten.
Die Folgen sind drastisch. Düsseldorf ist derzeit Endstation, falls Schiffe überhaupt bis hierhin kommen. Denn schon in Köln ist der Fluss nur noch eingeschränkt, für manche sogar gar nicht mehr passierbar. Die nächste Engstelle ist Kaub in Rheinland-Pfalz. Kaub liegt einige Kilometer oberhalbder Loreley mit den berühmten Felsformationen. Dort befindet sich eine für die Schifffahrt besonders problematische Flachwasserstrecke. Bei den Passagieren ist diese Strecke wegen der pittoresken Aussichten sehr beliebt, für die Rheinschiffer hingegen schon bei normalem Wasserstand ein kniffliges Manöver. Fällt der Rhein trocken, geht da nichts mehr.
Deshalb ist der Pegel Kaub für die Rheinschifffahrt von enormer Bedeutung. Die völlige Sperrung stehe unmittelbar bevor, sagen Binnenschiffer. Dann wäre der Rhein nicht mehr durchweg nutzbar.
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