Gastro-Tipp: Im Ma’Loa essen heißt klüger werden

Wem bei Hawaii nur dieser legendäre Toast einfällt, sollte umdenken: Die Küche dieser Inselgruppe hat mehr zu bieten, vor allem die Vielzahl der Bowls ist erstaunlich, wie ein neues Restaurant an der Kasernenstraße zeigt. Ich stelle Stil, Karte, Preise und Service vor.
Von Hans Onkelbach (Text)
und Andreas Endermann (Foto)
Veröffentlicht am 6. Juli 2026
MA’LOA Poké Bowl Kasernenstrasse

Foto: Andreas Endermann
So sieht sie aus, die Bowl, wenn sie hawaiianisch geprägt ist.

Dass die Kasernenstraße in der Nähe des Carschhauses inzwischen eine Sackgasse ist, hat sich auf die Atmosphäre ausgewirkt. Irgendwie ist alles weniger hektisch, weniger laut, weniger eng – verkehrsberuhigt im wahrsten Sinne des Wortes. Wo früher der Verkehr auf der Querverbindung vom Heinrich-Heine- zum Graf-Adolf-Platz lief, ist Entspannung eingekehrt.

Weil ich dort zuletzt mehrfach problemlos einen Parkplatz gefunden habe, fiel mir ein Lokal auf, das so anders aussah als das, was ich in dieser Gegend sonst so kenne. Und dann dieser Name: Ma’Loa. Sollte das hawaiianisch sein? Auf jeden Fall klingt es so. Was Absicht ist, wie ich später lerne. Es ist ein Kunstwort, das Assoziationen an die US-Inselgruppe im Pazifik wecken soll. Bei mir hat’s funktioniert. Verstärkt wurde mein Eindruck noch durch den Zusatz „Hawaiian Poké Bowl“. Klarer Fall – noch einer, der Bowls anbietet. Aber die Skepsis war unbegründet.

Der Stil
Karg. Wer allein, als Paar oder mit mehreren ein schönes Abendessen in angenehmer Atmosphäre genießen und dort Stunden verbringen möchte, ist im Ma’Loa falsch. Das Lokal erinnert eher an einen etwas zu groß geratenen Imbiss. Reduziert auf das nötigste scheint der Raum, ein paar einfache Tische mit ebenso einfachen Stühlen stehen dort. Und man kann das verzehren, was man vorher an der Theke bestellt und dort abgeholt hat.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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