Über 40 Grad – warum Düsseldorf gegen eine solche Hitze so hilflos ist
Wer dieses Konzept aus ein paar Dutzend Seiten namens Hitzeaktionsplan, verfasst in schönster Beamten-Prosa und behördentypisch mit einem Kürzel versehen (HAP) aufzunehmen versucht, wird schnell kapitulieren. Das mit Informationen und Vorschlägen prall gefüllte Ding ist schlicht unlesbar. Jedenfalls für Laien. Aber die sind wohl auch nicht die Zielgruppe. Es wimmelt von verschwurbelten Satzkonstruktionen, Abkürzungen und Absichtserklärungen. Da wird empfohlen, geregelt, analysiert und es werden Ablaufpläne notiert. Aber hilft es akut, wenn in Altenheimen oder den Notaufnahmen der Krankenhäuser mehr als 35 Grad gemessen werden? Was vorige Woche ziemlich oft passiert ist. Das Ganze wirkt wie ein Schlachtplan, der – frei nach Moltke – im Augenblick der Feindberührung zur Makulatur wird.
Dazu zwei persönliche Beobachtungen der vergangenen Tage aus zwei Krankenhäusern des Großraums Düsseldorf. Bewusst nenne ich keine Namen, weil den beiden Kliniken kein Vorwurf gemacht werden kann. Was da passiert ist, war so nicht vorherzusehen, ist aber beispielhaft für andere Fälle:
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
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