Prognose: Rheinbahn deckt weniger als die Hälfte ihrer Kosten

Das Verkehrsunternehmen legt heute seinen Jahresabschluss dem Aufsichtsrat vor. In der Bilanz steht ein wachsendes Minus. In meiner Analyse erörtere ich die Ursachen und die Frage, wie die Stadt angesichts ihrer Haushaltskrise damit umgeht.
Veröffentlicht am 29. Juni 2026
Rheinbahn Hauptverwaltung in Düsseldorf Lierenfeld
In der Hauptverwaltung der Rheinbahn in Lierenfeld wurde der Jahresabschluss erstellt, der nun in die Diskussion kommt.

Das Zahlenwerk der Rheinbahn für das Geschäftsjahr 2025 liest man am besten rückwärts. Man fängt im Kapitel namens Prognose an, sieht dort zwei besorgniserregende Zahlen – und sucht dann in der Statistik für das vergangene Jahr nach möglichen Ursachen.

Die beiden auffälligen Werte betreffen den Kostendeckungsgrad und das angenommene nächste Jahresergebnis. Die Verantwortlichen bei der Rheinbahn gehen davon aus, in diesem Jahr ein Minus von 180,7 Millionen Euro zu machen. Das wären noch einmal rund 40 Millionen mehr als im vergangenen Jahr. Der Anteil der Ausgaben, die das Unternehmen dann aus eigener Kraft stemmen könnte, läge bei 49,6 Prozent. Das heißt: Die Stadt müsste mehr als die Hälfte der Kosten der Rheinbahn übernehmen.

Für Kämmerin Dorothée Schneider führt das zu einer Art zweiten Haushaltskrise. Neben der großen im Düsseldorfer Gesamt-Etat entsteht eine in der Holding der Stadt. Das ist ein eigenes Unternehmen, das sich um die Beteiligungen kümmert. Lange war das mit positiven oder mindestens ausgeglichenen Werten verbunden. Mittlerweile kommt allerdings über den Stadtwerke-Anteil weniger Geld rein, vom Flughafen kann es aufgrund von Corona-Krediten noch jahrelang keine Ausschüttungen geben. Und zugleich wächst das Minus der Rheinbahn – das ich hier nun näher betrachte.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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