Stadt gibt D.Live 45 Millionen Euro – auch für neue Konzerthalle
Wenn der Finanzausschuss im Düsseldorfer Rathaus zuletzt über große Summen sprach, dann ging es meistens ums Sparen. Am 27. April ist allerdings als letzter Tagesordnungspunkt mal wieder eine Ausgabe in zweistelliger Millionen-Höhe vorgesehen. Die städtische Veranstaltungstochter D.Live soll 31,4 Millionen Euro erhalten. Diese Investitionen und Beihilfen kommen zu den Beträgen hinzu, die der Stadtrat mit dem Etat ohnehin schon beschlossen hat. In Summe würde das Unternehmen bis zum Ende des Jahrzehnts mindestens 45 Millionen Euro bekommen.
Diese Ausgabe verwundert zunächst, weil Düsseldorf 2026 den bisher stärksten Konzertsommer erlebt. Allein in der Arena sind 16 große Shows geplant, drei weitere im Open-Air-Park. D.Live nimmt dennoch nicht so viel Geld ein, um ohne Hilfe auszukommen. So steht im politischen Beschluss gleich an mehreren Stellen folgender Satz: „Die Umsetzung der geplanten Maßnahmen wäre der D.Live aus eigenen Mitteln, ohne die Gewährung städtischer Zuschüsse, nicht möglich.“
Die Einnahmen des Unternehmens sind nur teilweise öffentlich. Im Haushaltsplan der Kämmerin kann man lesen, dass sie für dieses Jahr 12,5 Millionen Euro aus Mieten und Veranstaltungserlösen beim Dome, beim Castello und bei der Mitsubishi Electric Halle erwartet. Wie viel bei der Arena oder im Open-Air-Park eingenommen wird, steht dagegen im Wirtschaftsplan der D.Live – und ist damit nicht öffentlich.
Es braucht auf jeden Fall Zuschüsse und das wiederum fordert die Juristinnen und Juristen im Rathaus. Die müssen schauen, ob die Unterstützungen nach Europarecht zulässig sind oder die D.Live einen unzulässigen Wettbewerbsvorteil erhält. Ich erläutere die Pläne im folgenden Überblick:
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
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