Nathanael Liminski – für Hendrik Wüst ein Gottesgeschenk
Wer die komplexe Person namens Nathanael Liminski verstehen will, muss sie auch in ihrem Biotop Bonn-Pützchen erleben.
Dort tagt an einem herbstlichen Samstagvormittag der CDU-Kreisparteitag, seit zwei Jahren ist Liminski Vorsitzender. Nun stehen Wiederwahlen an, und der 41-Jährige ist gebeten worden, das Amt zu behalten. In der Nähe wuchs er auf, die Region ist seine Heimat, da hat er seine Wurzeln, das ist ihm wichtig zu erwähnen. Seine Mutter lebt noch heute dort.
Zum Parteitag sitzen in der Aula der Gemeinschaftsgrundschule Siegburger Straße im Stadtteil Beuel-Pützchen ein paar hundert Mitglieder, viele deutlich jenseits der 60. Dass Liminski dazu gehört, ist nicht zu übersehen. Man kennt sich, man duzt sich, einige nehmen ihn in den Arm, Vornamen fliegen hin und her. Lokale Probleme sind dem Ex-Bonner und nun Düsseldorfer vertraut, egal, ob es um den Bau von Freibädern oder die Flaute in der Kasse der Ex-Hauptstadt geht.
Liminski braucht keine Notizen, redet frei und klar. „Einfach mal machen“ ist nicht sein Ding, sagt er, und richtet damit einen Seitenhieb auf Parteifreund Carsten Linnemann, der vor ein paar Monaten genau das als Option genannt hatte. Damals war er noch CDU-Generalsekretär, heute ist er Gesundheitsminister.
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
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