Bastian Fleermann im Shitstorm

Der Leiter der Düsseldorfer Mahn- und Gedenkstätte hat im Internet seinen Austritt aus dem Verein Ratinger Jonges erklärt. Der Grund: Der Klub hatte einen AfD-Politiker aufgenommen. Daraufhin gab es einerseits viel Zuspruch, aber auch Kommentare übelster Sorte.
Von Hans Onkelbach (Text)
und Andreas Endermann (Foto)
Veröffentlicht am 9. März 2026
Bastian Fleermann, Leiter der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf
Er leitet die Düsseldorfer Mahn- und Gedenkstätte: Bastian Fleermann.

Als Sachwalter des Museums in der Düsseldorfer Altstadt, das sich mit der NS-Vergangenheit beschäftigt, und als bekennender Israel-Unterstützer ist Bastian Fleermann es gewohnt, beschimpft zu werden. Das komme häufiger vor, sagt er. Insofern klingt er ziemlich gelassen, wenn er von dem berichtet, was er in den vergangenen Tagen lesen musste. Er gibt zu, Instagram nur unregelmäßig zu beobachten und bisher gedacht zu haben, dort liefen Diskussionen auf einem ansprechenden Niveau ab. Nun hat er jedoch gelernt, dass das nicht so ist.

Seine öffentlich gemachten Aussagen zum Verein Ratinger Jonges und dessen Akzeptanz eines AfD-Politikers jedenfalls haben eine Diskussion losgetreten, mit der der gebürtige Ratinger so nicht gerechnet hatte. Es gab reichlich Zuspruch für seinen Beschluss, den Klub zu verlassen, meist wurden die grundsätzliche Einstellung und das konsequente Umsetzen gelobt.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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