Warum Uwe Reppegather weiter im Knast bleibt
Der Fall
Nach einer über die Jahre steil ansteigenden Karriere in der Immobilienbranche schien Uwe Reppegather (62) bis 2022 im Zenit seines Einflusses zu stehen, große Bauten unter anderem in Düsseldorf (Calatrava-Boulevard) standen auf seiner Agenda. Doch das in diesem Jahr vollzogene Ende der Null-Zins-Phase, der damit ansteigende Hypothekenzins und das Zögern großer Kunden für seine Projekte ließen sein Imperium kollabieren. Eine Reihe von Insolvenzen seiner verschiedenen Firmen folgten, auch persönlich musste er die Hand heben.
Vor dieser da schon absehbaren Privatinsolvenz soll er im August 2023 wesentliche Teile seines Privatvermögens auf andere Personen übertragen haben. Die Ermittler werfen ihm vor, dass Vermögenswerte dadurch dem Zugriff seiner Gläubiger entzogen wurden. Verdacht gegen ihn besteht wegen dieser Delikte: Bankrott, Betrug, Untreue, Verletzung der Buchführungspflicht. Es geht um Schulden von über 1,5 Milliarden Euro, verschoben wurden laut Ermittlern Summen und Werte im dreistelligen Millionenbereich.
Wer ermittelt?
Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ist die so genannte Herrin des Verfahrens. Innerhalb der Staatsanwaltschaft arbeitet eine Gruppe von Experten für Finanzstrafsachen an diesem Fall – die ZeFin. Das steht für Zentral- und Ansprechstelle für die Verfolgung von Wirtschafts- und Finanzkriminalität. Sie wurde 2025 vom NRW-Innenministerium gegründet, weil die Zahl dieser Fälle stark angestiegen ist und Fahnder oft mit diesen komplizierten, auf Intransparenz angelegten Delikten überfordert waren.
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