Warum Brücken in Düsseldorf immer noch ein unterschätztes Thema sind
Die Gesamtwirtschaft versteht man manchmal auch, wenn man auf einzelne Unternehmen schaut. Da ist der Spediteur, der früher sechs oder sieben Touren pro Tag zwischen Düsseldorf und Neuss gefahren ist. Seit die Theodor-Heuss-Brücke für Lastverkehr gesperrt ist, sind es zwei Touren weniger. Da ist der Lieferant, der rund 13.000 Euro Umsatz pro Monat verliert, weil seine Teams 20 Minuten Umweg fahren müssen. Rechnet man von diesen beiden auf alle Unternehmen in der Region hoch, bekommt man ein Gefühl, was die Probleme an den Düsseldorfer Brücken für die hiesige Wirtschaft bedeuten.
Auslöser sind zwei Brücken, eine dritte kann hinzukommen:
1. Die Theodor-Heuss-Brücke ist so beschädigt, dass seit dem 1. Februar dort nur noch Fahrzeuge unterwegs sein dürfen, die maximal 3,5 Tonnen wiegen. In den nächsten Jahren wird es dort immer wieder Bauarbeiten geben, um die Brücke und so lange wie möglich zu erhalten. In solchen Zeiten gilt dann Tempo 30.
2. Die Josef-Kardinal-Frings-Brücke, Südbrücke genannt, ist ebenfalls „abgelastet“ worden. Das zulässige Höchstgewicht der Autos und Laster darauf beträgt 7,5 Tonnen.
3. Die Fleher Brücke, über die die A46 läuft, ist trotz ihres relativ geringen Alters bereits in einem Zustand, der einen Ersatz erfordert. Die Autobahn GmbH geht davon aus, die Bauarbeiten 2029 zu beginnen. Welche Geschwindigkeits- oder Gewichtseinschränkungen bis dahin noch erforderlich werden, ist offen.
Über diese drei Brücken wurde und wird viel gesprochen, dennoch erscheint mir das Thema unterschätzt – und zwar in folgenden Punkten:
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
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