Wer auf dem großen Wandbild in Flingern zu sehen ist
Der Spitzname ist sensationell: Graf Mocca von Tonelli. Der Mann, der eigentlich Hubert Lange hieß, war Chef der Hellweg-Bande. Deren Zeit liegt 80 Jahre zurück und doch ist Graf Mocca im heutigen Düsseldorf präsent. Das haben Hans Onkelbach und ich gelernt, als wir eine Folge unseres True-crime-Podcasts über die Hellweg-Bande aufgenommen haben. Dabei erfuhren wir, dass der Anführer eine der Figuren auf dem großen Wandgemälde an der Ackerstraße (Hausnummer 57) ist.
Im Podcast haben wir das kurz erwähnt, eine Leserin schrieb uns daraufhin und fragte, ob wir nicht das ganze Street-Art-Bild erläutern können. Ich habe deshalb mit Klaus Klinger gesprochen, der dieses „Das Tor zu Flingern“ gemeinsam mit den Majo Brothers schuf. Die Hauswand dafür stellte ihnen Familie Buchwald zur Verfügung, die in dem Haus lange ein Frisörgeschäft hatte und eng mit Flingern verbunden ist.
Von Klaus Klinger habe ich gelernt, wen und was man in dem Werk alles entdecken kann.
1 Raumschiff
Das Bild ist zu einer Zeit entstanden, als sich der Stadtteil schon stark im Umbruch befand. Gentrifizierung war an kaum einem Ort so greifbar wie in Flingern. Menschen, die lange dort gelebt hatten, gingen weg, neu im Viertel waren Menschen, die das Abgerockte schick fanden und mit höheren Mieten kein Problem hatten. Diejenige, die aus diesem Flingern flüchten wollten, sitzen im Raumschiff, sagt Klaus Klinger. „Vielleicht zum Mars.“
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
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