Pool Match: Wie der Zufall helfen kann
Eine Frau erscheint auf meinem Bildschirm. Ich weiß fast nichts über sie. Kein Profil, das ich vorher durchstöbert habe. Kein Algorithmus, der entschieden hat, dass wir zueinander passen. So will es das Konzept hinter dem neuen Startup Pool Match.
Zufall, das klingt nach einem Buchtipp vom Sitznachbarn in der Bahn, nach einem Gespräch im Wartezimmer beim Zahnarzt. In sozialen Medien gibt es das kaum. Dort sehen wir Inhalte, die uns gefallen, triggern oder in unseren Ansichten bestätigen. Das Geschäftsmodell der Plattformen ist unsere Bildschirmzeit. Viele machen sie daher mitverantwortlich für zwei große Probleme unserer Zeit: Polarisierung und Einsamkeit.
Matthias Biehl will dem entgegenwirken. Im Januar gründete er Pool Match. Die Idee ist schlicht: Jeden Monat werden zwei Fremde zusammengewürfelt. Ohne Vorauswahl. Ohne Künstliche Intelligenz. Welche Chancen liegen im Zufall? Ich probiere es aus.
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
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