Pegeluhr Düsseldorf: Nun tickt sie wieder richtig

Viele Jahre stand die Anzeige an der Rheinuferpromenade still. Die Technik war defekt, eine Reparatur galt als zu teuer. Dann schalteten sich die Düsseldorfer Jonges ein, nun konnten sie den Erfolg ihrer Arbeit präsentieren.
Veröffentlicht am 18. August 2026
Pegeluhr an der Rheinuferpromenade in der Altstadt Düsseldorf
Nun tickt sie wieder, zeigt Wasserstand und Uhrzeit an: die Pegeluhr am Düsseldorfer Altstadtufer. Foto: Hans-Jürgen Bauer

Zuerst die Vorgeschichte: Sie ist zwar über 120 Jahre alt, aber das jüngste Kapitel der Düsseldorfer Pegeluhr begann im Mai 2024. Damals bat eine Leserin unsere Redaktion nachzuforschen, wieso die Uhr seit Jahren stillsteht. Mein Kollege Christian Herrendorf machte sich an die Arbeit und fand schließlich heraus, dass die Technik defekt und die Kosten für eine Reparatur seinerzeit auf 25.000 Euro geschätzt wurden. Das galt den zuständigen Behörden als zu teuer. Christian berichtete darüber und setzte so einen Prozess in Gang, der am Ende die Uhr wieder in Gang brachte.

Isa Fiedler, damals Sprecherin der Altstadtwirte, hatte die Idee, den Heimatverein Düsseldorfer Jonges zu fragen, ob er sich um dieses Stück Stadtgeschichte kümmern möchte. Wolfgang Rolshoven, zu dieser Zeit noch Chef des Klubs, griff das umgehend auf, kümmerte sich um Sponsoren – und die Dinge nahmen ihren Lauf.

Maximilian Schönauer, der Stadtbildpfleger der Jonges, kümmerte sich mit großer Leidenschaft darum, die richtigen Firmen zu finden, die passenden Genehmigungen zu bekommen und die Arbeit aller Beteiligten zu koordinieren. Das Ergebnis: Am 17. August 2026 stand (in der geplanten Zeit!) eine komplett sanierte Pegeluhr da, anfangs noch mit einem weißen Laken verhüllt, später im neuen Glanz, der außen sichtbar und innen unsichtbar ist.

Die Reparatur war aufwändig, weil das gesamte Objekt unter Denkmalschutz steht. Das heißt, auch die an sich veraltete Technik durfte nicht einfach nur ersetzt, sondern musste repariert und erneuert werden. Das gelang mithilfe von Fachleuten, die wissen, wie so ein Ding tickt. Aber auch die weithin einmalige Optik war in die Jahre gekommen. Etliche Schmierereien waren da keine künstlerische Bereicherung, der Stein hatte Patina angesetzt. Beides wurde sorgfältig beseitigt.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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