Noch einmal Titanic – und dieses Mal soll es klappen

Ende 1999 hatte die Messe Düsseldorf die Idee, die Katastrophe um den gesunkenen Ozeanriesen als Live-Show zu inszenieren. Das Ganze wurde zum Desaster. Nun gibt es eine Neuauflage in einer Halle des früheren Vallourec-Geländes in Rath. Diesmal stehen die Zeichen auf Erfolg.
Veröffentlicht am 2. Oktober 2026
Titanic Ausstellung
Selbst dieses Modell, das in der Ausstellung zu sehen ist, lässt die Größe des Schiffes ahnen. Im Hintergrund ein Foto vom Bau auf der Werft in Belfast. Foto: ExHub

So viel Symbolkraft: Die nach wie vor entsetzlich-faszinierende Tragödie um ein versunkenes Schiff mit rund 1500 Toten wird in einer riesigen Halle eines einstigen, ebenfalls untergegangenen Stahl-Unternehmens inszeniert. Und das auf einem Gelände, das zurzeit den Beginn seiner Auferstehung als neuer Standort für neue Unternehmen erlebt. Adresse: Rather Kreuzweg 106.

Bis 2023 saß dort erst Mannesmann, dann Vallourec. Dutzende Hektar voller Bauten unterschiedlicher Größe, teils im Verfall, teils gerade im Abriss. Die Natur holt sich zurück, was ihr gehört: Büsche wuchern, alles mögliche Grünzeug wächst dort, wo noch vor wenigen Jahren tausende Menschen arbeiteten, Stahlplatten walzten und auf Züge verluden, deren Gleise noch im Boden zu sehen sind. Ein faszinierender Ort. Ich war noch nie dort und fuhr nun staunend durch dieses Überbleibsel aus Düsseldorfs Zeit als Industrie-Metropole (Stahlproduktion).

Aus Stahl war auch das Schiff (Verdrängung: 52.000 Tonnen), das vor seiner Jungfernfahrt im Jahr 1912 als unsinkbar galt und daher zu wenige Rettungsboote an Bord hatte. Man hielt sie für überflüssig und nahm nur so viele mit, wie die Vorschrift als unteres Limit verlangte. Ein verhängnisvoller Irrtum, wie wir heute wissen.

Kran aus Benrath
Dass der Stahl der Titanic überhaupt vernietet werden konnte, ist einem Schwimmkran zu verdanken, der von einem Unternehmen aus der damals noch selbstständigen Kommune Benrath kam. Nachfolger des Herstellers gibt es immer noch. 1908 lieferte die Benrather Maschinenfabrik einen mehr als 40 Meter hohen Schwimmkran mit 150 Tonnen Tragfähigkeit an Harland & Wolff in Belfast. Der Kran wurde beim Bau der Schiffe der White-Star-Linie eingesetzt – darunter auch für die Titanic.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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