Musikalisches Matriarchat

Die Pop-Welt wird inzwischen von Frauen dominiert, und eine erstaunliche Anzahl neuer Künstlerinnen sichert gerade schon die Macht für die nächste Generation. In Düsseldorf gibt es erstaunliche Parallelen. Ich stelle die Musikerinnen dazu vor.
Veröffentlicht am 25. August 2026
ruka Sängerin aus Düsseldorf
Sängerin ruka hat an der Schumann-Hochschule studiert, eine besondere Förderung gewonnen und großen Spaß, live zu spielen. Foto: Nils Ladewig

Natürlich setzen die „alten“ Damen à la Beyoncé, Taylor Swift, Rihanna (alle drei Dollar-Milliardärinnen), Madonna, Celine Dion, Lady Gaga, Shakira & Co immer noch die Maßstäbe. Aber in ihrem Windschatten haben sich längst Adele, Charlie xcx, Dua Lipa, Lana Del Rey, Ariana Grande oder Lorde einen guten Teil der Aufmerksamkeit gesichert.

Und denen wiederum sitzen schon die jüngeren Schwestern der Gen Z im Nacken und setzen zum Machtwechsel im Matriarchat an. Aus den USA kommen Olivia Rodrigo, Sabrina Carpenter, Olivia Dean und natürlich Billie Eilish. Raye, Florence Welch und Lola Young vertreten das Vereinigte Königreich. Aus Spanien gesellt sich die wohl spektakulärste Künstlerin der Gegenwart hinzu, die fast schon heilige Rosalía.

Karol G. aus Kolumbien wiederum ist Shakiras Thronfolgerin als Königin der Latino-Musik. Ihre eher unterkomplexen Gute-Laune-Hits kann man nächsten Sommer (17. Juli 2027) in Deutschland exklusiv in der Düsseldorfer Arena mitgrölen. Soeben veröffentlichte sie ihr neues Album „No Me Arrepiento De Sentir Tanto”, auf dem auch ein Duett mit Superstar Drake enthalten ist (Tickets gibt es hier). 

Aus Johannesburg kommt Tyla. Der Südafrikanerin gelingt auch auf ihrem zweiten Album „A*Pop“ der Spagat zwischen Heimatverbundenheit und internationalem Mainstream-Appeal. Nicht nur stimmlich schickt sie sich an, die neue Rihanna zu werden. Im Rahmen ihrer ersten großen Welttournee macht sie auch in drei deutschen Städten halt. In NRW ist die einzige Station am 24. Oktober die Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle (Tickets bekommen Sie hier).

Popfeminismus made in Düsseldorf
Magisches Matriarchat auch in Düsseldorf. Von der heimischen Gen Z hört man nur die weiblichen Stimmen. Die hiesigen Talentwettbewerbe werden seit Jahren ausschließlich von jungen Frauen gewonnen. So ausnahmslos, dass es einen nicht wundern würde, wenn bald eine Männerquote eingefordert würde. Die goldene Girlism-Generation hat ihren männlichen Kollegen das Wasser abgedreht. Sie versteht Pop als radikal emotionalisierten Raum, in dem Softness keine Schwäche, sondern das Ziel ist. Vielleicht genau die Art Musik, die wir in dieser Zeit brauchen.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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