Musikalisches Matriarchat
Natürlich setzen die „alten“ Damen à la Beyoncé, Taylor Swift, Rihanna (alle drei Dollar-Milliardärinnen), Madonna, Celine Dion, Lady Gaga, Shakira & Co immer noch die Maßstäbe. Aber in ihrem Windschatten haben sich längst Adele, Charlie xcx, Dua Lipa, Lana Del Rey, Ariana Grande oder Lorde einen guten Teil der Aufmerksamkeit gesichert.
Und denen wiederum sitzen schon die jüngeren Schwestern der Gen Z im Nacken und setzen zum Machtwechsel im Matriarchat an. Aus den USA kommen Olivia Rodrigo, Sabrina Carpenter, Olivia Dean und natürlich Billie Eilish. Raye, Florence Welch und Lola Young vertreten das Vereinigte Königreich. Aus Spanien gesellt sich die wohl spektakulärste Künstlerin der Gegenwart hinzu, die fast schon heilige Rosalía.
Karol G. aus Kolumbien wiederum ist Shakiras Thronfolgerin als Königin der Latino-Musik. Ihre eher unterkomplexen Gute-Laune-Hits kann man nächsten Sommer (17. Juli 2027) in Deutschland exklusiv in der Düsseldorfer Arena mitgrölen. Soeben veröffentlichte sie ihr neues Album „No Me Arrepiento De Sentir Tanto”, auf dem auch ein Duett mit Superstar Drake enthalten ist (Tickets gibt es hier).
Aus Johannesburg kommt Tyla. Der Südafrikanerin gelingt auch auf ihrem zweiten Album „A*Pop“ der Spagat zwischen Heimatverbundenheit und internationalem Mainstream-Appeal. Nicht nur stimmlich schickt sie sich an, die neue Rihanna zu werden. Im Rahmen ihrer ersten großen Welttournee macht sie auch in drei deutschen Städten halt. In NRW ist die einzige Station am 24. Oktober die Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle (Tickets bekommen Sie hier).
Popfeminismus made in Düsseldorf
Magisches Matriarchat auch in Düsseldorf. Von der heimischen Gen Z hört man nur die weiblichen Stimmen. Die hiesigen Talentwettbewerbe werden seit Jahren ausschließlich von jungen Frauen gewonnen. So ausnahmslos, dass es einen nicht wundern würde, wenn bald eine Männerquote eingefordert würde. Die goldene Girlism-Generation hat ihren männlichen Kollegen das Wasser abgedreht. Sie versteht Pop als radikal emotionalisierten Raum, in dem Softness keine Schwäche, sondern das Ziel ist. Vielleicht genau die Art Musik, die wir in dieser Zeit brauchen.
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
Unser Journalismus ist werbefrei und unabhängig, deshalb können wir ihn nicht kostenlos anbieten. Sichern Sie sich unbegrenzten Zugang mit unserem Start-Abo: die ersten sechs Monate für insgesamt 1 Euro. Danach kostet das Abo 10 Euro monatlich. Es ist jederzeit kündbar. Alternativ können Sie unsere Artikel auch einzeln kaufen.
Schon Mitglied, Freundin/Freund oder Förderin/Förderer?