Legt den Alten Hafen trocken – oder macht ihn zum Schwimmbad
Egal, von welcher Seite man sich diesem Teil Düsseldorfs namens „Alter Hafen“ nähert – schön ist anders. Durch die erhaltenen Ziegelmauern bekommt man einen Eindruck, wie es einst aussah, als das alles noch mit dem Strom verbunden war. Um die Historie zu betonen, verankerte man in den 1980er Jahren einen vermeintlichen Aalschokker im großen Becken. Dort lag er bis 2024, dann musste das völlig verrottete Ding geborgen und entsorgt werden. Erst da erfuhren die meisten Menschen, wie wenig antik dieses Boot tatsächlich war. Seine Havarie steht sinnbildlich für das komplette Ensemble und dessen Niedergang.
Die komplette Umrandung, teilweise in Stufen angelegt, ist ungepflegt und schreckt ab. Möwen und Tauben hinterlassen, was bei ihnen achtern herauskommt. Müll, Zigarettenkippen auf dem Boden und im Wasser dümpelnd. Der Abfall dort bleibt auf Dauer, weil es keine Verbindung zum Rhein gibt. Ein stehendes Gewässer – man ahnt, was da passiert: Eine brackige Brühe schwappt gegen die Mauern. „Enten füttern verboten“, sagt ein Schild an einem Geländer. Kann sein, dass es im Sommer welche gibt. Jetzt ist kein Tier zu sehen. Auf der Oberfläche verankerte Häuschen für das Federvieh verfallen und würden garantiert keinen Schutz mehr bieten.
Wie konnte es so weit kommen?
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
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