1,26 Millionen Euro nicht gezahlt – Rechtsstreit um Fortunas eingestampftes Prestigeobjekt

Ein modernes Sport- und Leistungszentrum an der Arena sollte die neue Heimat der Fußballer werden. Es wurde geplant, aber nie gebaut. Vor dem Landgericht ging es nun um Honorar-Forderungen des beteiligten Architekturbüros.
Von Marc Latsch (Text)
und Andreas Endermann (Foto)
Veröffentlicht am 30. September 2026
Entwurf Funktionsgebäude als Trainingszentrum Fortuna Düsseldorf
So hat das Architekturbüro RKW auf seiner Internetseite mitgeteilt, dass die Baugenehmigung für das Gebäude der Fortuna an der Arena erteilt wurde.

„So soll unsere neue Heimat aussehen.“ Der Instagram-Account von Fortuna Düsseldorf veröffentlichte im November 2021 zwei Grafiken eines Architekturbüros. Eine zeigt ein modernes, dreistöckiges Gebäude mit Glasfront und bienenwabenartiger Verkleidung davor. Darauf an einer Seite das Logo des Vereins. Die andere ist eine fiktive Luftaufnahme auf Neubau, Trainingsplätze und Arena. Finanzierung und Planung stünden, heißt es weiter in dem Post. „Ein großes Projekt, auf das wir uns alle sehr freuen können!“ Realisiert wurde es nie. 

Stattdessen beschäftigte es am Freitag das Landgericht. Dort sitzen sich die Anwältin und ein Vertreter des beauftragten Architekturbüros RKW Architektur + sowie der Anwalt der für die Projektplanung ausgelagerten (und mittlerweile wieder umbenannten) PekFor 95 GmbH der türkischen Peker Holding gegenüber. Es geht um rund 1,26 Millionen Euro Architekt:innen-Gehälter, die nie gezahlt wurden. In diesem sogenannten Urkundenprozess geht es lediglich darum, ob ein wirksamer Vertrag geschlossen und die Leistung erbracht wurde. Die beklagte GmbH bestreitet das. Der deutsche Stammhalter des türkischen Hauptunternehmens habe „hier herumgewirtschaftet“, sagt deren Anwalt. Niemand in Istanbul wisse, was er getrieben habe. 

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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