Nur jeder dritte ICE in Düsseldorf ist pünktlich
Es ist nur vermeintlich einfach, ein Theaterstück über die Deutsche Bahn zu schreiben. Einerseits erwarten Menschen einen Schenkelklopfer-Abend mit möglichst absurden Anekdoten. Auf der anderen Seite wollen sie eben gerade das nicht, weil sie das auch in ihren Whatsapp-Gruppen nachlesen können.
Wie man diesen Spagat hinbekommt, musste der Düsseldorfer Theatermacher Calle Fuhr in diesem Jahr herausfinden, weil er für den 9. Oktober die Premiere seines Stücks „Die Deutsche Bahn AG“ im Schauspiel Köln angekündigt hatte. Und weil mehr als 650 Zuschauer frühzeitig für einen ausverkauften Premierenabend gesorgt hatten.
Eine der Lösungen, die Calle Fuhr gefunden hat, sind Daten. Sie machen aus der gefühlten eine tatsächliche Wirklichkeit. Die Deutsche Bahn stellt überraschend offen eine Schnittstelle bereit, über die man auslesen kann, wie oft, wann und wie lang Züge verspätet sind.
Die Daten, die Calle Fuhr für sein Stück genommen hat, habe ich für diese Geschichte ausgewertet und eine Menge gelernt.
Die Ergebnisse
1. Am Düsseldorfer Hauptbahnhof waren im September 36,7 Prozent der ICE und IC pünktlich. Mit anderen Worten: Zwei von drei Fernstrecken-Zügen kamen zu spät. Die durchschnittliche Verspätung lag bei fast 16 Minuten. Ausgefallen sind in dem Monat 233 Fahrten.
Bundesweit lag die Pünklichkeitsquote laut Deutscher Bahn bei 52,4 Prozent. Ziel des Unternehmens sind 70 Prozent.
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
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