Düsseldorf hat eine neue Stadtbahnstrecke – Was sich durch U80 und U81 im Alltag ändert
Es sah aus wie ein skurriler Selbstversuch. Hunderte Anzug- und Blazer-Träger:innen verwandelten erst den Bahnsteig am Düsseldorfer Flughafen-Terminal in ein Nadelöhr und versuchten sich dann gleich hinter Ministerpräsident Hendrik Wüst durch die erste geöffnete U81-Tür zu quetschen. Als ob alldiejenigen, die sonst wohl eher selten den ÖPNV benutzen, einmal selbst erleben wollten, was sie mit dem neuen Projekt verbessern möchten. Es war eine Szenerie wie vor einem ausverkauften Arena-Konzert. Eben eines jener Ereignisse, die bald durch den neuen Bauabschnitt entlastet werden sollen.
Was Wüst und Stephan Keller in Begleitung des allgegenwärtigen Maskottchens U-Dax am Freitagmittag eröffneten, hat so manche Planer:innen-Generation durchlaufen und vieles an Geduld gekostet. Die Idee der neuen Linien ist Jahrzehnte alt. Der Start war mal 2019, dann 2024 zur Fußball-EM geplant. Nun ist der erste Bauabschnitt zwischen Freiligrathplatz und Flughafen-Terminal endlich fertig – und seit Freitag, 14 Uhr, für den regulären Fahrgastbetrieb freigegeben.
Wie sieht die neue Strecke aus?
So ganz fertig wirkt das Projekt am Eröffnungstag von außen noch nicht. Der obere Rand des U-Bahn-Eingangs ist noch großflächig in schwarz abgeklebt. Über zwei Rolltreppenebenen geht es nach unten. Dort ist alles bereit, schick und neu. Fahrpläne, Anzeige, sogar die Ansagen sind schon für die U81-Jungfernfahrt aktiv. Der Bahnhof wurde von der Düsseldorfer Künstlerin Anna Vogel gestaltet (Kosten: rund 180.000 Euro). Das Design orientiert sich an Frequenzen und den wellenförmigen Strukturen des Rheins. Überall am Bahnhof finden sich Linien, die diese sichtbar machen sollen. Optisch passt das zu der Dynamik, mit der so manche:r Reisende:r zwischen Zug und Flug unterwegs sein wird.
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