Was der Rückzug des Fortuna Aufsichtsrats-Chefs bedeutet
Es wird ein deutlich ruhigerer 15. November, als man in Düsseldorf bisher annehmen konnte. Wenn sich die Mitglieder des Fußball-Drittligisten Fortuna im Congress Center Düsseldorf versammeln, um den nächsten Aufsichtsrat zu wählen, wird es aller Voraussicht nach keine Schlammschlacht geben. Dafür haben am 4. Oktober Björn Borgerding, Sebastian Fuchs und Dirk Böcker gesorgt.
Borgerding und Fuchs sind Vorsitzender und stellvertretender Chef des Gremiums, das die Arbeit des Vorstands kontrollieren soll. Hätten sie für die nächsten Jahre erneut kandidiert, wäre ihnen reichlich Kritik von anderen Bewerbern und aus dem Kreis der Mitglieder sicher gewesen. Dem entgehen sie nun, weil sie mitgeteilt haben, nicht noch einmal anzutreten.
Um zu erklären, was diese Ankündigung für den Verein bedeutet, erläutere ich zunächst, wie die bisherige Spitze ihre Macht aufgebaut hat und dann, was bei den Bewerbern für die Nachfolge entscheidend ist.
Rück- und Einblick
Fortuna hat an der Spitze des Aufsichtsrats ganz unterschiedliche Leute erlebt: Meistens Menschen mit großem Geltungsdrang, bisweilen auch Leute mit wirtschaftlichem Sachverstand. Dauerhaft überzeugt hat das die Mitglieder alles nicht. Vor sechs Jahren entschieden sie, jemanden aus der Fanszene nach vorne zu bringen. Björn Borgerding, damals gut vernetzt bei den Ultras, wurde neuer Aufsichtsratsvorsitzender.
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
Unser Journalismus ist werbefrei und unabhängig, deshalb können wir ihn nicht kostenlos anbieten. Sichern Sie sich unbegrenzten Zugang mit unserem Start-Abo: die ersten sechs Monate für insgesamt 1 Euro. Danach kostet das Abo 10 Euro monatlich. Es ist jederzeit kündbar. Alternativ können Sie unsere Artikel auch einzeln kaufen.
Schon Mitglied, Freundin/Freund oder Förderin/Förderer?