Was beim Drogenhilfezentrum jetzt passiert – und was nicht
Der Ausschuss für Gesundheit und Soziales muss sich eigentlich mit einer Menge Düsseldorfer Themen beschäftigen. In jüngster Vergangenheit und auch am 8. September dominiert aber ein Projekt die Sitzungen: das geplante Drogenhilfezentrum an der Eisenstraße 49 in Oberbilk. Gleich sechs Tagesordnungspunkte beziehen sich darauf.
Die AfD und der Ratsherr der Freien Wähler, Jürgen Krüger, haben die Einrichtung als Möglichkeit entdeckt, Sorgen von Bürgerinnen und Bürgern für ihre politischen Zwecke einzusetzen. Sie erwecken den Eindruck, das Projekt sei rechtlich nicht zulässig, und versuchen, mit Mauschelei-Vorwürfen das Vorhaben auf Umwegen zu diskreditieren.
Die Stadt agierte bei dem Projekt nicht immer glücklich. Sie hatte zwei Veranstaltungen vor Ort organisiert, um die Menschen im Umfeld des künftigen Drogenhilfezentrums zu informieren und zu beruhigen. Nach meinem Eindruck hat sie dabei vor allem ihre eigene Sicht dargelegt. Sie schien zu hoffen, mit möglichst vielen Pro-Argumenten für die Einrichtung den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den Eltern der Schulen in der Nachbarschaft ihre Sorgen zu nehmen.
Eine Nachricht aus zwei Landesministerien zu einem Aspekt des Projekts hat das Ganze noch unübersichtlicher gemacht. Deshalb habe ich vor den anstehenden Debatten und Entscheidungen wichtige Fragen zum Drogenhilfezentrum in diesem Text zusammengestellt.
Warum plant die Stadt das Zentrum?
Düsseldorf hatte immer eine Drogenszene, aber diese hat sich in jüngster Zeit stark verändert. Ich bin oft am Hauptbahnhof und kann das aus eigenen Eindrücken beschreiben: Die Szene konzentriert sich stärker auf den Konrad-Adenauer-Platz, daneben ist sie auch am Worringer- und am Bertha-von-Suttner-Platz zu finden. Man sieht mehr Betroffene, mehr Verwahrlosung, mehr unberechenbares Verhalten und mehr Aggression.
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
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