fbpx

Streit um die Uerige-Terrasse geht in die nächste Runde

Die Hausbrauerei fürchtet eine Einschränkung ihrer Terrasse, wenn nebenan die alte Kämmerei wie geplant umgebaut wird. Das Thema war jetzt im Planungsausschuss und wurde wegen unklarer Sachlage bis zur nächsten Sitzung vertagt. Knackpunkt: Der Brandschutz.

Von Hans Onkelbach
Veröffentlicht am 3. September 2021
Aussenterrasse Uerige – Alte KŠmmerei
Die Fläche an der alten Kämmerei (Gebäude im Hintergrund) wird vom Uerigen seit Jahren als Terrasse genutzt, unter dem Namen Forum. Dieser Bereich ist beliebter Treffpunkt tausender Altstadtbesucher. Jetzt droht eine Beeinträchtigung, weil die Umbaupläne für die alte Kämmerei dort den Endpunkt von Fluchtwegen und eine Entlüftungsanlage vorsehen. Foto: Andreas Endermann

Vorab die Sachlage, über die wir bei VierNull vor ein paar Wochen hier berichtet haben: Der Projektentwickler Art-Invest will in der früheren Kämmerei unmittelbar neben dem Rathaus Büros, Gastronomie und Event-Räume unterbringen. Die Pläne sind konkret, werden von der Stadt abgenickt, der Umbau soll demnächst beginnen. Aber eine Baugenehmigung gibt es noch nicht. Der strittige Punkt: Auf der Seite zum Uerigen liegt eine Terrasse, die von der Hausbrauerei seit Jahren unter dem Namen „Forum“ genutzt wird. Diese Nutzung, so die Absprache, soll nicht angetastet werden, die Stadt sowie der Bauherr Art-Invest haben vereinbart, die Absprache mit dem Uerigen beizubehalten. Aber es gibt einen Teil dieser Fläche, auf dem künftig eine turmartige Abluftanlage und der Ausgang des Fluchtwegs untergebracht sein sollen. Art-Invest hat dazu im Gespräch mit VierNull erklärt, das werde die Brauerei kaum tangieren, aber das glaubt Uerige-Chef Michael Schnitzler nicht. Er fürchtet die strengen Regeln beim Brandschutz und sieht seinen Außenbereich schrumpfen. Das würde nicht nur sein Geschäft verschlechtern, sondern auch einen der beliebtesten Punkte der Altstadt in Frage stellen, argumentierte er seinerzeit in Schreiben an die Stadt. Sollten die Fluchtwege aus dem Gebäude auf der Terrasse enden, sei dort ein Betrieb wie bisher nicht mehr möglich. Von Einigkeit, wie von Seiten der Art-Invest und der Stadt kommuniziert, scheint man weit entfernt. Bis vor wenigen Tagen sah es so aus, also ob das Vorhaben dennoch durchgezogen würde. Aber dann kam das Vorhaben am 1. September in den Planungsausschuss. Dort änderte sich der Blick auf die Lage. 

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

Da unser Journalismus werbefrei und unabhängig ist, können wir ihn nicht kostenlos anbieten. Deshalb bitten wir Sie an dieser Stelle darum, unsere Arbeit zu unterstützen und eines unserer Abos abzuschließen (ab 8 Euro pro Monat) oder diesen Artikel einzeln zu kaufen (2 Euro). Sie können per Paypal, Sepa-Lastschrift oder Kreditkarte bezahlen.

Unsere Abos

Artikel einzeln kaufen

Schon Mitglied, Freundin/Freund oder Förderin/Förderer?

Hier einloggen


Lust auf weitere Geschichten?