Fabian Zachel: Neuer Job bei den Katholiken
Im Wahlkampf hatte Fabian Zachel noch mit trotzigem Stolz verkündet: Ich gehe „all in“. Mit diesem Begriff aus dem Pokerspiel war gemeint: Er kündigte seinen Job beim Flughafen und konzentrierte sich voll auf das, was er erreichen wollte – das Amt des Oberbürgermeisters in Düsseldorf. Bekanntlich klappte das nicht.
Die Vorgeschichte: Am Flughafen hieß Zachels Job Head of Public Affairs. Gemeint ist damit die politische Interessenvertretung (Lobby- und Public-Affairs-Arbeit) und das Knüpfen oder Pflegen von Kontakten zu Politik und Behörden auf kommunaler, Landes-, Bundes- und EU-Ebene. Die Aufgabe hatte er 2016 angetreten. Oder besser: antreten müssen, nachdem er für den seinerzeit neu gewählten SPD-Oberbürgermeister Thomas Geisel in dessen Büro gearbeitet hatte, aber mit ihm nicht klarkam. Geisel löste das Problem, indem er den von ihm nicht so geschätzten Parteifreund zum Flughafen abschob, wie es damals aus dem Umfeld des damaligen Rathaus-Chefs hieß.
Ob Zachel wirklich geglaubt hat, gegen Amtsinhaber Stephan Keller gewinnen zu können, hat er nie gesagt, und er würde es auch heute nicht tun. So ist das in der Politik. Auf jeden Fall verlor er deutlich. Mit lediglich 14,2 Prozent der Stimmen, dem bisher schlechtesten SPD-Ergebnis, landete er auf Platz drei und kam nicht in die Stichwahl. Am Ende wurde er lediglich dritter Bürgermeister, also ehrenamtlicher Vertreter des Mannes, den er eigentlich von der Rathausspitze verdrängen wollte. Neben ihm machen Josef Hinkel (CDU, als 1. Bürgermeister) und Clara Gerlach (Grüne, 2. Bürgermeisterin) ebenfalls diese rein repräsentative Arbeit.
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
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