So läuft die Energieberatung für Eigentümergemeinschaften in Düsseldorf

Gruppen von Wohnungseigentümern stehen vor Fragen, für die es selten einfache Antworten gibt: Wärmepumpe, Fernwärme, Solarthermie – oder doch was ganz anderes? Ein neues Beratungsangebot der Verbraucherzentrale NRW begleitet sie auf der Spurensuche im eigenen Haus. Ich war bei einer dabei.
Von Noemi Pohl (Text)
und Andreas Endermann (Foto)
Veröffentlicht am 10. März 2026
Energieberatung für Wohnungseigentumsgemeinschaften in Düsseldorf
Guido Dünnebier (links) und Berater Dirk Mobers sprechen unter anderem im Heizungskeller über die Möglichkeiten für die Wohnungseigentümergemeinschaft.

Wir sitzen am Küchentisch einer Altbauwohnung in Düsseldorf. Der Klinkerbau stammt aus dem Jahr 1933, sieben Wohneinheiten gehören zum Haus. Draußen fährt die Straßenbahn vorbei, drinnen liegen Baupläne, Notizen und ein Tablet auf dem Tisch. Als Außenstehende fühlt man sich bei diesem Termin unweigerlich wie im Chemie-Unterricht kurz vor dem Abitur. Anderthalb Stunden lang fliegen Begriffe wie Kondensationsenthalpie, U-Werte und hydraulischer Abgleich wie im Zeitraffer durch den Raum. Zwei Fachleute diskutieren mit solcher Leidenschaft über Technik, dass man irgendwann nur noch eines spürt: Wenn hier heute etwas dampft, dann ist es definitiv nicht der alte Heizkessel – sondern mein Kopf.

Am Tisch sitzen Guido Dünnebier und Dirk Mobers. Dünnebier ist Chemie-Ingenieur, wohnt seit 2007 in dem Haus und verwaltet die Wohnungseigentümergemeinschaft (kurz WEG). Sieben Wohneinheiten, vier Eigentümerinnen und Eigentümer. Ihm gegenüber: Energieberater Dirk Mobers der Verbraucherzentrale NRW. Rund 60 solcher Beraterinnen und Berater gibt es im Land. Seit vergangenem Herbst bieten sie ein neues Programm speziell für Eigentümergemeinschaften an, also für Häuser, in denen Entscheidungen gemeinsam getroffen werden müssen. Und genau darin liegt oft die eigentliche Herausforderung.

Ein Haus, viele Fragen
„Als Eigentümergemeinschaft müssen wir Rücklagen bilden“, erklärt Dünnebier. „Aber wofür sparen wir gerade? Für ein neues Treppenhaus? Für Fenster? Oder für die Heizung?“

Früher war die Sache einfacher. Wenn der alte Kessel kaputtging, wurde ein neuer eingebaut. Heute stehen ganz andere Fragen im Raum: Wärmepumpe? Fernwärme? Solarthermie? Pelletheizung? Und was kostet das alles eigentlich? Dazu kommt: In einer WEG gehört manches allen (Dach, Heizung, Leitungen), andere Teile einzelnen Eigentümerinnen und Eigentümern. Entscheidungen über größere Investitionen sind deshalb oft kompliziert, manchmal zermürbend.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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