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Mix aus Biene und Fledermaus: BatBee

Zwei junge Männer in Moskau: Sie essen in einem Restaurant, trinken ein Mixgetränk mit Wodka – und es schmeckt ihnen nicht. Also beschließen die beiden Düsseldorfer, ein eigenes zu machen. So beginnt die Karriere einer schlanken, gelb-schwarzen Alu-Dose.

Von Hans Onkelbach
Veröffentlicht am 31. Januar 2022
Firma BatBee
Marc Kirsten (links) und Niclas Rehmann - die Erfinder von BatBee. Foto: Andreas Endermann

Topadressen in Düsseldorf klingen anders als Bolkerstraße 20. Unten sitzen Frauen und Männern hinter Glasparavents auf der Straße vor Tellern mit undefinierbaren Fleischstücken. Nebenan versucht ein Kellner, die Flaneure anzulocken. Und die Haustür ist nicht auf Anhieb zu finden. Eine verwitterte 20 klebt daneben auf der Wand, das Holz des Zugangs ist amateurhaft gestrichen, es riecht nach altem Frittenfett, Alkoholdunst und anderen Dingen, die typisch sind für solche Orte, an denen viele Menschen eng zusammenkommen und bisweilen die Contenance verlieren. Auf der einen Seite heißt der Nachbar Ballermann, auf der anderen Pommes pervers.

Nach leisem Surren lässt sich die Tür öffnen und ich stehe in einer anderen Welt, einer so noch nie gesehenen. Das Treppenhaus geht vor mir schräg und sehr steil nach oben. Alles ist mit Marmor verkleidet, ein dickes Tau, an der Wand befestigt, gibt Halt. Die letzten Meter bis unters Dach muss ich über eine noch engere Wendeltreppe. Wie um alles in der Welt hat hier jemand irgendwas, das größer ist als ein Schuhkarton, nach oben gebracht?

„Mit einem Spezialkran über den Hinterhof“, sagt Anna Zitzmann auf meine Frage. Bisher kannte ich ihre Stimme nur vom Telefon, nun steht sie vor mir – im Zugang des Büros von BatBee. Später lerne ich, dass die junge Frau eine Art Seele des Betriebs ist. Der sitzt in einem Dachgeschoss über der Altstadt, der Blick nach hinten zeigte Belüftungsschächte und Klimaanlangen, Gerümpel auf Terrassen, also eine typische Kehrseite einer nach vorn glitzernden Ausgehmeile. Keine Wohltat fürs Auge.

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