Neuer Vorschlag für Theodor-Heuss-Brücke: Abriss ohne Ertüchtigung und Provisorium

Im Rathaus ist seit dieser Woche eine radikale Lösung im Gespräch: Das Bauwerk verschwindet und der Neubau beginnt direkt. Während dieser Zeit gibt es dort keine Rheinquerung mehr, der Verkehr wird großräumig umgeleitet. Bisher ist geplant, bis zur Neueröffnung eingeschränkte Fahrspuren zu nutzen.
Von Hans Onkelbach (Text)
und Andreas Endermann (Foto)
Veröffentlicht am 16. Januar 2026
Theodor-Heuss-Brücke Düsseldorf
An der Theodor-Heuss-Brücke wird sich in den nächsten Jahren viel tun. Seit dieser Woche gibt es einen neuen Vorschlag, wie Abriss und Bau des Nachfolgers zügiger laufen können.

Der Neubau der Theodor-Heuss-Brücke ist ein Jahrhundertprojekt. Sie wurde 1957 eröffnet, trägt eine gigantische Last des regionalen und überregionalen Verkehrs und ist Teil des Lastrings. 66.000 Fahrzeuge rollen pro Tag darüber, darunter 3300 Schwerlastwagen – 30 und mehr Tonnen schwer. Vor allem sie haben das Konstrukt zermalmt. Dass die in Düsseldorf immer noch oft Nordbrücke genannte Querung weg und erneuert werden muss, steht fest. Die Frage ist, wie und wie schnell das geht.

Zuletzt hat IHK-Präsident Andreas Schmitz kritisiert, dass es bis in die 2030er Jahre dauern soll, bis man die neue Brücke nutzen kann. Der Mann, von Hause aus Banker, hat natürlich das für deutsche Verhältnisse geradezu unfassbare Wunder von Rahmede im Blick: Diese A-45-Brücke wurde vor etwas mehr als vier Jahren gesprengt und nun zwei Tage vor Weihnachten – nicht komplett, aber in ausreichend großen Teilen – neu eröffnet. Der Verkehr zwischen Frankfurt und Dortmund auf dieser extrem wichtigen Nord-Süd-Achse läuft wieder.

Geist von Rahmede
Warum also nicht auch in Düsseldorf? Der Geist von Rahmede – er soll die Brückenerneuerung befeuern. So viel vorab: Ein bisschen kann und wird er das vielleicht. Es gibt da nämlich einen fundamental neuen Vorschlag.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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