Gastro-Tipp: Ein Abend als Kaiser von Düsseldorf
Düsseldorf beherbergt eine der größten japanischen Communitys in Europa. Das sieht man vor allem an der Immermannstraße, aber auch in den Stadtteilen. In Unterbilk, an der Ecke von Fürstenwall und Konkordiastraße zum Beispiel. Dort hat vor kurzem das „Baba-Sushi 2“ eröffnet. Das war schon an der Fassade unübersehbar. Sie macht deutlich, dass man hier auf extrovertiertes Design achtet. Bunte Graffiti-Bilder von einem Bengal-Tiger, Wackelkopfkatzen und Koi-Karpfen sowie Drachen ergeben ein einzigartiges Gesamtbild.
Das Ambiente
Der erste gute Eindruck bestätigte sich beim Betreten des Lokals. Der Service ist von Anfang an zuvorkommend und bleibt es den gesamten Abend über. Beim Blick auf das Innenleben ist mein erster Gedanke: Bahnhof. Die Tische und Stühle sind mit nahezu chirurgischer Präzision eng aneinandergereiht, sodass ich mir die Frage stelle, wie der Laden klingt und riecht, wenn er komplett gefüllt ist.
In diesem Moment jedoch liegt ein angenehmer, frischer Duft in der Luft – eine Mischung aus Minze, Soja und einem Hauch Frittenfett. Alles zusammen macht sofort Appetit. Die Musik ist westlich orientiert und zu keinem Zeitpunkt aufdringlich oder störend. Wenn man es so sagen will, untermalt sie die Verbindung zwischen der asiatischen Küche und Düsseldorf. Der Kommentar meiner Begleitung rundet die Sinneswahrnehmung ab: „Irgendwie riecht es nicht nach Glutamat-Nudeln.“
Die Einrichtung von „Baba Sushi 2“ ist ein Spiel aus Gegensätzen: Nichts gleicht dem anderen, und doch fügt sich alles stimmig zusammen. Die Lampen variieren überall, jeder Raum erzählt seine eigene Geschichte. Besonders auffällig: ein Bereich mit tief eingelassenen Bänken, die den Eindruck vermitteln, man säße direkt auf dem Boden – wie in einem traditionellen japanischen Wohnzimmer. Holzlamellen und integrierte LED-Leisten sorgen inmitten der kreativen Unordnung für Struktur und Ruhe.
Die Karte und das Essen
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