Essen auf Schienen
Mein Verhältnis zu Zügen ist wieder ein gutes. Als regelmäßiger Kunde der Deutschen Bahn war ich an einem Punkt angekommen, an dem einfache Verspätungs-Ankündigungen reichten, um mich alle fünf Phasen der Trauer auf einmal durchlaufen zu lassen. Am Worringer Platz wurde meine Freude beim Anblick von Schienenfahrzeugen wieder eine kindliche. Ich strahlte, als die Lokomotive um die Ecke bog und ich eine Ansage hörte. Ich winkte, als der Zug wieder losrollte, und drehte sogar ein Video davon. Dieses Wunder hat der „Running Hot Pot“ möglich gemacht.
So heißt ein chinesisches Restaurant, dass passenderweise wenige hundert Meter vom Düsseldorfer Hauptbahnhof entfernt liegt. Nach eigenen Angaben ist es das erste seiner Art in Deutschland. Es hat auf herrliche Weise ein Prinzip weiterentwickelt, das ich aus Sushi-Restaurants kannte. Dort fahren Suppen, Salate, Fisch und andere Teile der Speisekarte auf einem Fließband vorbei. Man nimmt sich, was man mag, und zahlt am Ende pro Teller, den man leergegessen hat.
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
Unser Journalismus ist werbefrei und unabhängig, deshalb können wir ihn nicht kostenlos anbieten. Sichern Sie sich unbegrenzten Zugang mit unserem Start-Abo: die ersten sechs Monate für insgesamt 1 Euro. Danach kostet das Abo 10 Euro monatlich. Es ist jederzeit kündbar. Alternativ können Sie unsere Artikel auch einzeln kaufen.
Schon Mitglied, Freundin/Freund oder Förderin/Förderer?