Düsseldorfs einzige Kaiserin

Ihren Namen kennen nur Historiker, dabei war die Düsseldorferin Eleonore Magdalena von Pfalz-Neuburg zu ihrer Zeit die mächtigste Frau Deutschlands. Ihr jüngerer Bruder dagegen ist vielen vertraut: Jan Wellem. Und auch ihre Enkelin hat einen berühmten Namen.
Veröffentlicht am 12. Februar 2026
Kaiserin Eleonore Magdalene Therese von Pfalz-Neuburg
Eleonore Magdalena auf einem typischen Gemälde ihrer Zeit. Dieses entstand in den 1680er Jahren. Bild: Alamy

Kaum ein Düsseldorfer dürfte mit dem Namen Eleonore Magdalena Theresia etwas anfangen können. Es gibt keine Straße und keinen Platz, der nach ihr benannt ist, keine Gedenktafel erinnert an sie. Den Düsseldorfer Historiker Peter Hachenberg hat genau das fasziniert und dazu gebracht, ihr Leben zu erforschen und aufzuschreiben. Und zwar in einer dreiteiligen Serie auf seiner Internet-Seite „Düsseldorfer Stadt- und Kulturgeschichte“. Dort schildert er voller Details das Leben dieser ungewöhnlichen Frau, die ganz nach oben kam und im Grunde das Haus Habsburg rettete. Zwei ihrer Söhne wurden Kaiser (Josef I. und Karl VI.), letzterer übertrug die Macht später an seine Tochter Maria Theresia, die so zur Herrscherin wurde.

Aber wer war Eleonore Magdalena Theresia? Hachenberg hat ausführliche, auch für Laien gut lesbare Beiträge über sie geschrieben, aus denen ich diese Beschreibung hier zusammengefasst habe. Eins vorab: Sie und andere Beiträge des Autors – zum Beispiel zum Grübchen im Kinn Jan Wellems – sind lesenswert.

Geboren wurde Eleonore Magdalena am 6. Januar 1655 im Düsseldorfer Schloss. Ihr Vater war der Machthaber Herzog Philipp Wilhelm, ihre Mutter Elisabeth Amalie von Hessen-Darmstadt: typische Hochadelige der damaligen Zeit, also verbunden und verwandt mit zahlreichen anderen Geschlechtern in dem Gebilde aus Fürsten- und Herzogtümern, das aussah wie ein Flickenteppich und sich Heiliges Römisches Reich deutscher Nation nannte. Mit dem späteren Deutschen Reich oder der heutigen Bundesrepublik hatte das nicht viel gemein.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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