Bittersüßes Finale für das Three Little Birds
Der Mann vom Grill kommt mit seinem Kind. Fabian Veldmann kennt ihn, weil er gerne in einem türkischen Restaurant am Hauptbahnhof isst, in dem der Mann sich ums Fleisch kümmert. Veldmann hat ihm erzählt, dass er seinen Biergarten am Rhein doch wieder öffnen darf – und das wollte der Mann vom Grill unbedingt sehen. Sein Besuch bestätigt, was Veldmann sich für sein „Three Little Birds“ immer gewünscht hat: ein entspannter Ort für alle zu sein.
Dass solche Begegnungen im Sommer 2026 stattfinden konnten, war lange nicht abzusehen. Wenn man die Geschichte über die letzte Saison des Biergartens neben der Rheinterrasse erzählt, muss man deshalb vor fast zwei Jahren beginnen.
Was zunächst geschah: Der Streit
Das „Three Little Birds“ gibt es seit dem Sommer 2021. Fabian Veldmann und die damaligen Pächterinnen der Rheinterrasse einigen sich darauf, unter den Bäumen neben dem Gebäude einen Biergarten zu starten. Der kommt bei den Düsseldorferinnen und Düsseldorfern gut an, alle verdienen ihr Geld und sind zufrieden.
Zum 1. Januar 2025 übernimmt die städtische Tochter D.Live die Rheinterrasse und damit auch den Unterpächter nebenan. Man verständigt sich zunächst mündlich darauf, dass alles so weitergeht wie zuvor. Mit den Monaten lernt D.Live die Bedingungen und Zahlen des Biergartens kennen und möchte einiges ändern. Man verhandelt über die Höhe der Pacht, die Öffnungszeiten, die Getränkemarken – und wird sich nicht einig.
Die Gespräche werden heftiger, Anwältinnen und Anwälte kommen dazu, der Aufsichtsrat von D.Live beschäftigt sich mit dem Fall, am Ende sieht dennoch alles nach Trennung aus. Die städtische Tochter schreibt den Betrieb des Biergartens neu aus – und will schon im Sommer 2026 mit einem neuen Unterpächter arbeiten. Das Team vom Three Little Birds hat aber in den Standort investiert und beharrt darauf, das Inventar zu besitzen und nutzen zu können.
Höhepunkt dieser Zeit ist eine Art Demo im Biergarten. Das Three Little Birds lädt Gäste, Freunde und Kollegen ein, mehrere hundert kommen an dem Abend zusammen und erklären sich solidarisch mit dem Betreiber. Fabian Veldmann ist sichtbar beeindruckt und gerührt, seine Ansprache verläuft anders und emotionaler als geplant. Aber auch dieser Abend ändert nichts an dem Konflikt mit D.Live.
Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.
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