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Ärztin für die Abgetauchten

Andrea Roschlau ist eine der Mediziner:innen, die bei der Flüchtlingsinitiative „Stay“ Sprechstunden anbieten. Zu ihr kommen Menschen, die keine Papiere haben und versuchen, dennoch in Deutschland zu bleiben. Die Betroffenen kommen erst spät, oft sehr spät in die Sprechstunde.
Veröffentlicht am 20. Oktober 2021
Andrea Roschlau in ihrer Sprechstunde bei der Flüchtlingsinitiative "Stay". Foto: Andreas Endermann
Andrea Roschlau in ihrer Sprechstunde bei der Flüchtlingsinitiative "Stay". Foto: Andreas Endermann

Wäre die junge Frau früher in die Sprechstunde gekommen, hätten Andrea Roschlau und Kolleg:innen ihr leicht helfen können. Die Vietnamesin war die Treppe runtergefallen und hatte sich die Hüfte gebrochen. Normalerweise wird ein solcher Bruch mit einem Nagel fixiert und der Knochen wächst wieder zusammen. Die junge Frau aber traute sich nicht zum Arzt, weil sie keine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland hat. Erst nach einem Monat brachte eine Bekannte sie zur Flüchtlingsinitiative „Stay“ und in die Sprechstunde von Andrea Roschlau. In der Zwischenzeit war der Knochen abgestorben, die Ärztin musste sie deshalb in ein Krankenhaus überweisen, in dem sie eine Prothese eingesetzt bekam.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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