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Warum sich die Kosten für Bauprojekte verdoppeln – und warum das kaum etwas mit Inflation zu tun hat

Die Brücke über den Kennedydamm, das neue Technische Rathaus, ein Tunnel in Gerresheim: All diese Düsseldorfer Projekte sind schon lange vor dem Baustart sehr viel teurer geworden. Ich erkläre die Ursachen und die problematischen Folgen für die öffentliche Kontrolle solcher Vorhaben.

Von Christian Herrendorf
Veröffentlicht am 12. Oktober 2022
Kennedydamm Düsseldorf
Über den Kennedydamm führt derzeit diese Behelfsbrücke. Sie soll durch eine Stahlkonstruktion ersetzt werden. Die Kosten wurden mal auf drei Millionen Euro geschätzt, aktuell rechnet die Stadt mit mehr als 7,8 Millionen. Foto: Andreas Endermann

Mit drei Millionen Euro war die neue Fußgänger- und Fahrradbrücke über den Kennedydamm mal veranschlagt worden. Inzwischen sind es mehr als 7,8 Millionen Euro reine Baukosten sowie rund 12,7 Millionen Euro Gesamtkosten – und das gut drei Jahre vor dem voraussichtlichen Baustart.

Die erste Summe, die zum neuen Technischen Rathaus genannt wurde, lautete 260 Millionen Euro. Aktuell stehen in der Planung 420 Millionen Euro, und auch in diesem Projekt ist man gerade erst in der Phase nach dem Architektenwettbewerb.

Die Unterführung, die ursprünglich für den Gerresheimer Bahnhof vorgesehen war, erlebte Kostensprünge von 9,5 Millionen Euro (2013) auf 28 Millionen (2019) und zuletzt auf knapp 40 Millionen Euro. Die Stadt hat deshalb inzwischen erklärt, statt eines Tunnels eine Überführung bauen zu wollen (Über den Fall hat mein Kollege Hans Onkelbach hier berichtet).

Nun wäre es eine einfache Erklärung, dies mit steigenden Preisen für Baumaterial und Energie zu begründen. Tatsächlich spielen diese beiden Faktoren eine untergeordnete Rolle, wie die folgenden Punkte zeigen:

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