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Warum die Post auf den klassischen Briefträger verzichten will

Der Postbote kommt zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Das war schon immer so. Aber der Briefträger, wie wir ihn kennen, wird auf den Straßen in Düsseldorf bald nicht mehr zu sehen sein. Warum?

Veröffentlicht am 30. August 2023
Postbote Düsseldorf
Ein Postbote beim Zustellen in Düsseldorf-Flingern. Foto: Max Brugger

Er ging oft so schnell, dass er eigentlich schon lief. Eilig hatte er es immer, aber unser Briefträger grüßte trotzdem immer freundlich, bevor er wieder auf sein gelbes Fahrrad sprang und weiterfuhr. Vor ein paar Wochen kam er plötzlich nicht mehr. Verabschiedet haben wir uns nicht. Die Post kriegen wir natürlich weiterhin, aber der Zusteller ist jetzt ein anderer. Und: Er kommt nicht mehr mit dem Rad, sondern fährt mit einem Auto von Haus zu Haus. Im Gespräch mit anderen höre ich, dass sie es so oder so ähnlich erlebt haben.

Warum, erfahre ich auf Anfrage bei der DHL. Der klassische Briefträger, wie wir ihn kennen, wird in den kommenden Jahren von unseren Straßen verschwinden. Denn die Post stellt nach und nach auf ein neues System um: auf die Verbundzustellung. Die reine Briefzustellung lohnt vielfach nicht mehr, weil nicht mehr so viel geschrieben wird. 2010 kamen noch 21 Briefe auf ein Paket, 2025 erwartet die Post, dass es noch fünf sein werden und 2030 lediglich drei. Deshalb will man weg von der getrennten Zustellung. So sollen künftig – vielerorts ist dies bereits der Fall – nicht mehr Briefträger und Paketbote täglich dieselbe Straße bedienen, sondern nur noch ein Zusteller für Briefe und Pakete. Damit soll flächendeckend so zugestellt werden, wie es im ländlichen Raum ohnehin Tradition hat.

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