Flughafen Düsseldorf: Paxe, Panther und eine digitalisierte Klo-Reinigung
Auf den ersten Blick klingt es wie eine Petitesse, aber das wäre eine Fehleinschätzung: Die Sauberkeit der Toiletten ist in dem riesigen Apparat namens „Flughafen Düsseldorf“ wichtig. Vorstandsvorsitzender Lars Redeligx weiß das. Daher taucht das Thema tatsächlich auf, als er gemeinsam mit seinem Kollegen Pradeep Pinakatt das Resümee des vorigen Jahres zieht und nach vorne blickt: Mit dem Reinigungsdienstleister Klüh habe man die Digitalisierung dieses Bereichs vereinbart.
Klo-Putzen digital? Ja, das geht ganz einfach: Alle Nutzer der gekachelten Räume sind aufgefordert, beim Rausgehen auf einem Display eine Note zu vergeben. Wird mehrfach der grimmig guckende rote Smiley für mangelnde Hygiene gedrückt, bekommt die nächste Putzkolonne eine Art Alarmmeldung aufs iPad gespielt. Und statt turnusmäßig erst irgendwann einmal den Feudel zu schwingen, wird der gerade monierte Bereich umgehend sauber gemacht. Schrubben on demand, sozusagen. Sowas mögen die Leute, ein benutzbares WC muss sein und fördert das Image des Betriebes.
Eine Milliarde für die Infrastruktur
Die sanitären Anlagen zu erneuern und vor allem auf sauberem Stand zu halten, ist ein wesentlicher Teil dessen, was man in den nächsten Jahren investieren will. Insgesamt ist es rund eine Milliarde Euro für Infrastruktur, Nachhaltigkeit und die so genannte Aufenthaltsqualität. Letzteres, das hat man ebenfalls gemessen, spielt für die Menschen vor dem Abflug mehr denn je eine zentrale Rolle. Denn selbst in Zeiten des des an sich Zeit sparenden Online-Check-Ins kommen viele immer noch lange vor dem Start. In früheren Jahren war das wegen Wartezeiten am Schalter und bei der Sicherheitskontrolle notwendig, heute nutzen die Fluggäste zwei, drei Stunden im Terminal anders.
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