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Mannesmannufer
Mannesmann verschwindet nun mit dem Ende von Vallourec aus der Stadt. Aber das hier bleibt: Die Skulptur Große Mannesmann von Norbert Kricke vor dem Hochhaus, das den Namen des längst untergegangenen Konzerns trägt. Foto: Andreas Endermann

Das letzte Stück einer Düsseldorfer Wirtschaftsgeschichte stirbt – lebt aber fort in seinen Erfolgen

Mit Vallourec endet der Rest eines Weltkonzerns. Denn der Stahlbauer trug lange den Namen Mannesmann. Unsere Stadt verdankt dieser Firma viel, vor allem Wohlstand.

Von Hans Onkelbach
Veröffentlicht am 24. November 2021

Der Name Mannesmann ist mit Düsseldorf untrennbar verbunden und ein wesentlicher Teil der Wirtschaftshistorie. Mit Stahl verdiente der Konzern viele Jahre Milliarden von D-Mark, und davon profitierte die Stadt durch Steuereinnahmen und Jobs für viele tausend Menschen. Und als dann um 1990 der Wandel zur Telekommunikation kam, wuchs der Einfluss, wenn auch auf anderen Gebieten. Düsseldorf wurde zeitweise Handy-City genannt, als Mannesmann nach dem Erwerb einer Telekommunikationslizenz das D2-Netz aufbaute. Millionen Menschen wollten ein Handy, entgegen den Prognosen vieler, und rund die Hälfte kaufte es bei Mannesmann D2. Die anderen wählten das D1-Netz der Telekom. Nochmal entstanden tausende Stellen, viele Zulieferer und Mitbewerber (Ericsson, Nokia, e-plus) kamen an den Rhein. Eine neue Branche wuchs heran, die bis heute floriert. All das wäre nicht möglich gewesen, wenn nicht Ende der 1980er Jahre Unternehmensführer bei Mannesmann den Mut gehabt hätten, in ein unbekanntes Geschäftsfeld zu investieren – die Telekommunikation mit ihren bis heute wachsenden Umsätzen durch die Übertragung von Gesprächen, Texten, Fotos, Filmen und anderen Datenmengen. Sie setzten die Idee durch, auch gegen Widerstände im eigenen Betrieb und bei den Gewerkschaften.

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