Idee zur Theodor-Heuss-Brücke: Neue Fähre zwischen Lörick und Messe

Die Düsseldorfer FDP schlägt eine Alternative für tausende Rheinbahn-Nutzer vor, die zurzeit große Umwege in Kauf nehmen müssen. Eine Querung per Schiff scheint möglich. Außerdem bringt die Partei für Abriss und Neubau eine Lösung von 1976 ins Gespräch.
Von Hans Onkelbach (Text)
und Andreas Endermann (Foto)
Veröffentlicht am 6. Februar 2026
Natorampe Lohauser Deich, Am Staad, Messe Düsseldorf
Die beiden einander gegenüberliegenden Nato-Rampen, fotografiert von der Stockumer Seite.

Die Idee klingt bestechend einfach. Statt auf eine erneuerte Fährverbindung zwischen Kaiserswerth und Meerbusch zu setzen, soll es eine neue Verbindung per Schiff über den Rhein geben. Die Düsseldorfer Liberalen sehen eine Chance dafür mehrere Kilometer näher an der Stadt, und zwar zwischen Lörick auf der linken und Stockum/Messe auf der anderen Rhein-Seite.

Der Vorteil: Auf beiden Seiten kann eine Fähre anlegen und an den so genannten Nato-Rampen Passagiere und Fahrzeuge an Bord nehmen. Diese bis ins Wasser reichenden Straßen wurden exakt zu diesem Zweck vor Jahrzehnten gebaut.

Nato-Rampe ist keine offizielle Bezeichnung, sondern hat sich in Zeiten des Kalten Krieges bei den Menschen eingebürgert. Denn sie hatten vor allem einen militärischen Zweck. Es sind Ersatzübergangsstellen“, also befestigte Zufahrtsflächen bis hinunter ins Wasser. Sie wurden gebaut, damit im Verteidigungsfall militärisches Gerät, Panzer und Truppen über Flüsse transportiert werden können, zum Beispiel mit Pontonbrücken oder Fähren. Das sollte im Ernstfall die Logistik sichern, wenn Brücken zerstört wären. Diese Planungen liefen stets im Rahmen der Nato – daher der Name. Die Eignung dieser betonierten oder gepflasterten Zugänge für den Transport größerer Wagen steht also außer Zweifel. Immerhin hätten sie sogar Panzer tragen können.

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