Sexuelle Übergriffe in einer Kita: Die Opfer sind Kinder, die Täter auch

Ein VierNull-Leser, Vater einer Tochter, hat mir sexuelle Handlungen geschildert, die mich zutiefst schockierten. So etwas hatte ich noch nie gehört oder gelesen. Nach Absprache mit dem Informanten habe ich das Jugendamt informiert. Dort nahm man die Vorwürfe sehr ernst und startete Untersuchungen.
Veröffentlicht am 26. November 2025
Vorsicht Kinder, Verkehrszeichen vor einem Kindergarten, Unfallgefahr, langsam fahren *** Caution Children, Traffic sign
Kindergärten sollen geschützte Bereiche sein, in Düsseldorf scheint an einem Ort das Gegenteil der Fall gewesen zu sein. Foto: Imago

Eins vorab: In diesem Bericht werden keine Namen und keine Adressen genannt. Nach einiger Überlegung haben wir uns entschieden, anonym über das zu schreiben, was uns berichtet wurde und was nicht nur wir für glaubwürdig halten. Mir sind die Namen aller bisher als Opfer oder Täter betroffenen Kinder bekannt. Einige von ihnen, Jungen und Mädchen, sind beides gewesen.

Der Kindergarten, um den es geht, liegt in einem nicht zentralen Düsseldorfer Ortsteil. Er ist nicht in der Trägerschaft der Stadt, sondern gehört zu einer Reihe von Einrichtungen, die im gesamten Land bei manchen Eltern beliebt sind. Auf der Internet-Seite wirbt man mit schön klingenden Sätzen über den Umgang mit den Kleinen, Fotos zeigen hübsche Holzbauwerke in idyllischer Umgebung. Ein Paradies, so scheint es.

Keine Doktorspiele
Doch für einige der dort betreuten Kinder war es die Hölle. Sie erlebten Dinge, die über die so genannten Doktorspiele weit hinausgehen. Sie haben nichts mit dem natürlichen Drang von Jungen und Mädchen zwischen vier und sechs Jahren zu tun, den eigenen Körper zu erkunden und sich dazu mit anderen auszutauschen. Im besagten Kindergarten ist es den Betreibern normalerweise wichtig, damit offen umzugehen und das sogar zu fördern. Die Betreuer sind entsprechend geschult.

Doch die Grenzen des Normalen in der Entwicklung der Kinder wurde im konkreten Fall überschritten. Ich schildere hier das, was der Vater eines Mädchens für sich und Eltern anderer Kinder glaubwürdig beschreibt:

  • Jungen und Mädchen wurden genötigt, aus Spielzeug-Förmchen den Urin eines Jungen zu trinken
  • vor allem Mädchen wurden genötigt, den Penis eines Jungen in den Mund zu nehmen, wörtlich „daran zu nuckeln“.
  • Kinder wurden überredet, sich Holzstäbe in den Anus einzuführen.
  • Jungen wurden genötigt, ihr Geschlechtsteil mit dem anderer zu reiben oder sich gegenseitig anzufassen.
  • Ein Junge urinierte vor mehreren Kindern in die Betten anderer.

Das ist jetzt eine gemeine Stelle, den Text auszublenden, das wissen wir.

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